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Schneller schlau: Was hat Mother Shipton mit dem Maya-Kalender zu tun?

Gesammelter Untergang - Schneller schlau entführt Sie in die Welt des Wissenswerten.

Maya-Statue im mexikanischen Playa Del Carmen. Nicht nur die mesoamerikanische Hochkultur wird von Untergangspropheten gerne bemüht. Quelle: dapd
Maya-Statue im mexikanischen Playa Del Carmen. Nicht nur die mesoamerikanische Hochkultur wird von Untergangspropheten gerne bemüht. Quelle: dapd

Dass die Menschheit das Jahr 2012 nicht überstehen wird, dürfte sich – dem Maya-Kalender sei Dank – mittlerweile herumgesprochen haben. Doch auch wenn Sie zu jener unbelehrbaren Minderheit von Skeptikern zählen, die nicht an die unheilverkündenden Interpretationen des mittelamerikanischen Kalenderwerks glauben, sollten Sie Ihr Erspartes 2012 lieber verprassen – die Chance, dass Sie es 2013 noch tun können, scheinen gering. Und das nicht wegen der Euro-Krise.

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Tatsächlich haben Weltuntergangsszenarien in diesem Jahr Hochkonjunktur. Da wäre etwa der unvermeidliche Nostradamus zu nennen, dessen angenehm unkonkrete Prophezeiungen ja fast jedes Katastrophendatum möglich erscheinen lassen. Laut dem großen Astrologen könnte uns 2012 wahlweise ein dritter Weltkrieg oder eine Klimakatastrophe den Garaus machen.

Weniger bekannt als der vorhersagefreudige Franzose dürfte hierzulande Mother Shipton sein, eine legendäre Prophetin im England der Frühen Neuzeit. Obwohl die erste Publikation ihrer Prophezeiung erst 1641 – rund 80 Jahre nach ihrem vermutlichen Todesjahr – erschien und auch sonst historische Quellen zur Person fehlen, haben ihre Voraussagen in England eine gewisse Wirkung entfaltet.

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So wird berichtet, dass die königliche Familie beim Betrachten des großen Feuers, das London im Jahr 1666 verwüstete, darüber sinnierte, ob Mother Shipton die Katastrophe vorausgesehen habe. Nun, zumindest für 2012 scheint sich die Dame festgelegt zu haben: Laut einer ihr zugeschriebenen Prophezeiung müssen wir noch in diesem Jahr mit dem Jüngsten Tag rechnen.

Dann wäre da noch der Bestseller-Autor Michael Drosnin, laut dessen „Bibelcode“-Studien die Welt bereits 2006 in einem nuklearen Inferno hätte untergehen müssen. Das hat bekanntermaßen nicht geklappt, 2012 soll es nun ein Komet richten, der unserer Erde auf ungesunde Weise nahe kommt.

Als Propheten für das unmittelbar bevorstehende Ende der Welt – zumindest so, wie wir sie kennen – betätigten sich zudem die Hopi-Indianer, die Verfasser des I Ging, des ältesten klassischen Textes der chinesischen Literatur, der indische Guru Kalki Bhagavan und einige mehr.

Wer sich eine Übersicht über die Endzeitszenarien für 2012, aber auch für vergangene und zukünftige Daten verschaffen will, dem sei die Website des US-Künstlers Loren Madsen empfohlen. Von 4990 v. Chr. bis ins Jahr 4.500.000.000 reicht seine Zeitleiste des vorhergesagten Weltenendes – eine beeindruckende Liste des gesammelten Untergangs.

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