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Schneller schlau: Was hat Seekrankheit mit Teppichen zu tun?

Eine Frage der Wahrnehmung - Schneller schlau entführt Sie in die Welt des Wissenswerten.

Die falsche Teppichwahl kann ernste Folgen haben. Quelle: dpa
Die falsche Teppichwahl kann ernste Folgen haben. Quelle: dpa

Hebt und senkt sich ein Schiff im Wellengang, befällt viele Menschen Schwindel, Unwohlsein oder gar Übelkeit. Im Auto, in der Achterbahn oder am Computer kommt die Reisekrankheit, im Englischen treffender als Motion Sickness – Bewegungskrankheit – bekannt, ebenfalls vor.

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Dass empfindliche „Landratten“ sogar in den eigenen vier Wänden von dem Leiden erwischt werden können, haben jetzt Forscher um Frederick Bonato vom St. Peter’s College in Jersey City nachgewiesen. Sie berichten von einem gemusterten Teppich, der die Betrachter seekrank gemacht haben soll.

Ein US-amerikanisches Ehepaar hatte demnach arglos das fragliche Textil erworben. Wieder daheim verursachte ihnen der Anblick allerdings prompt Kopfschmerzen, Desorientierung und Übelkeit. Erst zwei Stunden später vergingen die Symptome. Herbeigerufene Nachbarn bestätigten das Phänomen, einige Betrachter berichteten, dass sie das Gefühl hatten, sich zu bewegen, wenn sie länger auf den Teppich blickten.

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Um den Effekt zu bestätigen, beschafften sich die Forscher ein hochaufgelöstes Foto der Auslegeware und testeten das Muster an Studenten. 22 Probanden mussten fünf Minuten lang ein originalgroßes Abbild des Musters betrachten und anschließend den Simulator Sickness Questionnaire (SSQ) ausfüllen, einen standardisierten Fragebogen, der die Symptome der Reisekrankheit nach ihrer Schwere erfasst.

Als Kontrolle wiederholten die Wissenschaftler das Verfahren zwei Tage später mit einem einheitlich grauen Poster gleicher Größe. Die Ergebnisse zeigen, dass die Versuchspersonen nach dem Betrachten des Teppichmusters deutliche Symptome von Seekrankheit zeigten. Insbesondere berichteten die Probanden von Desorientierung, aber auch von Übelkeit und Augenschmerzen. 

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