
Herauszufinden, was die Welt im innersten zusammenhält – dieser Wunsch steht am Anfang so mancher Physiker-Karriere. Nach bisherigen Erkenntnissen sind es vier fundamentale Grundkräfte, die in unserem Universum wirken.
Das Wirken einer dieser vier Grundkräfte können Sie tagtäglich beobachten: Die Gravitation sorgt dafür, dass Gegenstände Richtung Erde fallen. Sie hält aber auch Planeten auf ihren Bahnen und ist für die Herausbildung von Galaxien verantwortlich. Vielleicht wird es Sie deshalb überraschen, dass die Gravitation die mit Abstand schwächste der vier Grundkräfte ist.
Schon die schwache Wechselwirkung, die nur auf sehr kleinem Raum wirkt und für bestimmte Formen des radioaktiven Zerfalls verantwortlich ist, übertrifft die Gravitation um viele Größenordnungen. Ganze 1025 – eine eins mit 25 Nullen – Mal stärker ist die schwache Wechselwirkung als die Gravitation.
Wie schwach die Gravitation ist, wird durch die andere uns aus dem Alltag bekannte Grundkraft deutlich: Die von der Masse abhängige Gravitation kann selbst bei einem großen Körper wie der Erde jeder kleine Magnet mühelos überwinden. Hier wirkt der Elektromagnetismus, der dafür sorgt, dass sich zwei positiv geladene Teilchen ebenso abstoßen wie zwei negativ geladene. Teilchen mit verschiedenen Ladungen ziehen sich dagegen an. Der Elektromagnetismus wirkt zwischen elektrisch geladenen Teilchen – und zwar 1036 Mal stärker als die Gravitation.
Doch es gibt noch eine Kraft, die auch die elektromagnetische Wechselwirkung nochmals etwa um den Faktor 100 übertrifft. Vielleicht haben Sie sich früher im Chemieunterricht gefragt, warum die positiv geladenen Protonen im Kern eines Atoms sich nicht gegenseitig abstoßen. Sie tun es – allerdings überwindet die noch stärkere starke Wechselwirkung die Abstoßung der Teilchen. Die starke Wechselwirkung wirkt zwischen den kleinsten Bausteinen des Universums – den sogenannten Quarks – aus denen die Bausteine der Atome bestehen und ist die stärkste bekannte Kraft des Universums.
Die starke Kernkraft, wie die starke Wechselwirkung auch genannt wird, hat dabei noch eine seltsam anmutende Eigenschaft: Während Gravitation und elektromagnetische Kraft mit zunehmenden Abstand schwächer wird, wirkt sie immer stärker, je weiter sich die Quarks von einander entfernen - ähnlich Gummibändern, die auseinander gezogen werden.
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-"Die von der Masse abhängige Gravitation kann selbst bei einem großen Körper wie der Erde jeder kleine Magnet mühelos überwinden"
-"Hier wirkt der Elektromagnetismus, der dafür sorgt, dass sich zwei positiv geladene Teilchen ebenso abstoßen wie zwei negativ geladene. Teilchen mit verschiedenen Ladungen ziehen sich dagegen an. Der Elektromagnetismus wirkt zwischen elektrisch geladenen Teilchen-"
Das fällt mir ja eben erst auf, kommt davon wenn man irgendwelchen Schreibern blind vertraut.
Herr Dörner,
Die Kraft zwischen elektrisch geladenen Teilchen nennt man elektrisches Feld und nicht Elektromagnetismus. Sie werfen hier was gewaltig durcheinander das nur bedingt zusammen gehört. Und diese von ihnen beschriebene entgegengesetzt geladenen elektrischen Teilchen bewirken nichts außer einem Stromfluß in einem elektrischen Leiter, wenn der Stromkreis geschlossen wird. Und erst dann entsteht um diesen stromdurchflossenen Leiter ein Elektromagnetismus, wohlgemerkt, kein Stromfluß kein Magnetismus.
Dieser von ihnen beschriebene Magnet kann die Erde erst jetzt verlassen, aber erst wenn ein zweiter stromdurchflossene Leiter ins Spiel kommt, in dem der Stromfluß in die andere Richtung gerichtet ist. Diese magnetische Kraft ist so groß, das teilweise Leiter Paare in Kabeln ihre Mantellung sprengen und reiß aus vom anderen Leiter nehmen. Voraussetzung der Stromfluß war groß genug ohne daß er unterbrochen wurde.
Noch einmal, ein magnetisches und ein elektrisches Feld haben nur wenig gemein.
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Das heißt wenn Atome starr wären,
gäbe es nichts größeres als Atome.
Da weder Atome noch Galaxien starr sind,
ist nach oben und Unten die Skala offen.
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Die stärkste Kraft im Universum ist der Leim, mit dem Wulff auf seinem Stuhl klebt.
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