_

Schneller schlau: Was wird im Bremer Fallturm fallen gelassen?

Schwerelos in Bremen – Schneller schlau, die tägliche Portion Wissen.

Rund 400 Experimente werden pro Jahr im Bremer Fallturm durchgeführt. Quelle: ZARM,
Rund 400 Experimente werden pro Jahr im Bremer Fallturm durchgeführt. Quelle: ZARM,

Schwerelos in Bremen - wer dabei an feiernde Werder-Fans denkt, kennt den Bremer Fallturm nicht. In dieser für Europa einzigartigen Einrichtung der Universität Bremen lassen sich wissenschaftliche Experimente unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit durchführen.

Anzeige

Der Fallturm wurde 1990 in Betrieb genommen. Im Inneren der 146 Meter hohen Anlage befindet sich eine freistehende Stahlröhre – der eigentliche Fallraum. Eingeschlossen in eine spezielle Kapsel, werden hier die Experimente abgeworfen. In den gut vier Sekunden des Falls herrscht in den Kapseln Schwerelosigkeit.

Verlängern lässt sich diese Zeitspanne durch die Nutzung eines Katapults, das vor einigen Jahren in den Fallturm eingebaut wurde. Die Abschussvorrichtung befindet sich 10 Meter tief im Boden der Anlage. Nach dem Abschuss der Kapsel herrschen bereits auf dem Weg nach oben Weltraumbedingungen, so dass sich die Gesamtzeit der Schwerelosigkeit auf rund 10 Sekunden verlängert hat.

Wissenschaftler, die für ihre Versuche Weltraumbedingungen benötigen, können sich durch einen Besuch in Bremen den extrem teuren Transport ihrer Experimente zur Raumstation ISS ersparen. Ein Service, der gern genutzt wird: Bis zu 400 Fallversuche pro Jahr werden in der Anlage durchgeführt.

  • Die aktuellen Top-Themen
Ethik-Diskussion: Wann ist ein Hacker ein guter Hacker?

Wann ist ein Hacker ein guter Hacker?

Bei einer Tagung des Chaos Computer Club haben Hacker versucht, für sich eine neue Ethik zu formulieren. Doch die Szene streitet, was Hacker dürfen sollen.

Expo 2012: Viel High Tech, wenig Gäste

Viel High Tech, wenig Gäste

Mit einer Expo zur nachhaltigen Nutzung der Meere will Südkorea Gäste aus aller Welt ins Land locken. Allein im deutschen Pavillon stecken 15 Millionen Euro. Doch die ersten Besucherzahlen waren enttäuschend.

Dragon besucht ISS: Das Andock-Manöver in Bildern

Das Andock-Manöver in Bildern

Erstmals dockt an der Raumstation ISS etwa 350 Kilometer über der Erdoberfläche ein privat finanzierter Raumtransporter an. Die beeindruckenden Bilder zu einem Meilenstein der Raumfahrtgeschichte.

  • Video

Projekt Zukunft Wie die Dinosaurier-Forschung hilft, heutige Probleme zu lösen - ein Gespräch mit Oliver Wings

Ein Gespräch mit Dr. Oliver Wings, Dinosaurier-Forscher, Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung, über den Nutzen der Dino-Forschung für die moderne Wissenschaft