
Dingen wie Apophis sollte man tunlichst aus dem Weg gehen. Allerdings ist das in diesem Fall gar nicht so einfach, denn Apophis ist einer jener erdnahen Asteroiden, die unserem Heimatplaneten unangenehm eng auf den Leib rücken können.
2029 wird sich Apophis der Erde bis auf wenige tausend Kilometer nähern – ein Umstand, der Astronomen darüber grübeln lässt, wie man sich einen solchen kosmischen Brocken am besten vom Leib hält. Denn mit seinen knapp 300 Meter Durchmesser wäre Apophis bei einem Einschlag in der Lage, riesige Landstriche zu verwüsten und Millionen Menschenleben auszulöschen.
Doch wie bringt man einen solchen Koloss von seinem Zerstörungswerk ab? Wissenschaftler und Hollywood-Regisseure haben verschiedene Szenarien durchgespielt, in denen ein Himmelskörper durch Beschießen, Sprengen oder Verdampfen entschärft wird. Doch solche Methoden bergen, abgesehen von dem immensen technischen Aufwand, das unkalkulierbare Risiko, dass der Asteroid nicht zerstört, sondern nur in kleinere Brocken aufgespalten werden könnte, die ihrerseits noch gewaltiges Zerstörungspotenzial in sich tragen.
Eleganter wäre es, den kosmischen Unglücksboten im Stück zu verschieben, ihn also mit eher sanfter Gewalt auf eine andere Bahn zu zwingen. Und genau dafür glaubt Sung Wook Paek vom renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) die passende Idee zu haben: Er möchte den Asteroiden mit riesigen Paintball-Kugeln beschießen. Ein bizarr anmutender Plan, der aber immerhin dem Space Generation Advisory Council der Vereinten Nationen eine Auszeichnung wert war: Es erklärte den jungen Wissenschaftler damit zum Sieger der Wettbewerbs Move An Asteroid 2012.

Die ISS hat eine Masse von 455 Tonnen. 5 Tonnen Farbe sollten also kein Problem sein.
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