schneller schlau

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Schneller schlau: Wo findet man grüne Elefanten?

Ein ganz besonderes Schwergewicht - Schneller schlau entführt Sie in die Welt des Wissenswerten.

Der grüne Elefant ist kein farbenfrohes Rüsseltier. Quelle: dpa
Der grüne Elefant ist kein farbenfrohes Rüsseltier. Quelle: dpa

Wer einen Grünen Elefanten sehen möchte, muss dafür weder nach Afrika noch nach Indien reisen. Ein Besuch in Neckarsulm genügt. Im dortigen Zweirad-Museum lässt sich einer jener Elefanten bewundern, die man sonst meist nur noch in Liebhaber-Garagen findet. Denn der Grüne Elefant ist kein farbenfrohes Rüsseltier, sondern ein Motorrad, das seine Blütezeit in den 1950er-Jahren hatte.

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Die Zündapp KS 601 – so der offizielle Name des Grünen Elefanten – verdankt ihren Spitznamen ebenso der typischen Farbe, in der viele Modelle ausgeliefert wurden, wie der Stärke ihres Motors und ihrem Gewicht. Auch die Tatsache , dass die KS 601 typischerweise mit Beiwagen unterwegs war, trug zum bulligen Image des Zweirades bei. Dabei erreichte das mobile Schwergewicht mit 140 km/h eine für damalige Verhältnisse erstaunliche Höchstgeschwindigkeit.

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Erstmals dokumentiert ist der Spitzname in einer Ausgabe der Zeitschrift „Das Motorrad“ aus dem Jahr 1951. Wenige Jahre später stand der Grüne Elefant Pate für ein ganz besonderes Motorradtreffen: Seit 1956 kommen Zweirad-Liebhaber alljährlich zum Elefantentreffen zusammen, um motorisierte Liebhaberstücke zu präsentieren. Die Besonderheit: Elefantentreffen finden stets im tiefsten Winter statt – Treffen für Dickhäuter eben.

Der Namensgeber des winterlichen Treibens ist dabei übrigens immer seltener anzutreffen. Denn in freier Wildbahn findet man den Grünen Elefanten heute kaum noch: Nur rund 250 Exemplare der 1957 eingestellten Baureihe gelten noch als fahrtüchtig. Und nur wenige dieser Kostbarkeiten dürfen die Garage oder den Museumsbau für längere Fahrten verlassen.

Die Zündapp KS 601 als Museumsstück. Quelle: Joachim Köhler/Deutsches Zweirad- und NSU-Museum
Die Zündapp KS 601 als Museumsstück. Quelle: Joachim Köhler/Deutsches Zweirad- und NSU-Museum

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