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11.02.2008 

„Columbus“ ist der wichtigste europäische Beitrag zur Internationalen Raumstation. Das in Bremen gebaute Labor soll zehn Jahre lang das Verhalten von Stoffen, Einzellern und wirbellosen Tieren in der Schwerelosigkeit untersuchen. Bislang waren vor allem Amerikaner und Russen an der Raumstation fast 400 Kilometer über der Erde beteiligt. Wissenschafter bezeichneten das Labor als Juwel: Es enthält insgesamt sieben Nutzlastschränke für die Forschung, die Untersuchungen reichen von der Medizin bis zu Materialforschung und der Grundlagenphysik von Flüssigkeiten.

Ursprünglich sollte „Columbus“ bereits im Jahr 2004 ins All. Wegen der Katastrophe der Raumfähre „Columbia“ wurden aber alle Flüge über mehrere Jahre eingestellt. Dann war der Start am 6. Dezember 2007 vorgesehen, musste aber wegen defekter Tanksensoren immer wieder verschoben werden.


» Columbus im All: Bilder von der aktuellen Mission


Das „Columbus“-Labor selbst wird nicht von der NASA, sondern vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen bei München kontrolliert. 75 Wissenschaftler und Ingenieure steuern die europäischen Aktivitäten auf der ISS. Oberpfaffenhofen koordiniert das wissenschaftliche Programm von Forschungszentren in ganz Europa und steuert die technischen Systeme des Labors von der Heizung bis zur Luft- und Wasserversorgung.

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