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17.04.2008 

Drei junge Professoren haben bereits den Ruf nach Garching angenommen. Einer von ihnen ist Tobias Lachenmaier, der nach seiner Zeit als Postdoktorand in Tübingen zurückgekehrt ist. „Es gibt nach wie vor nicht viele Möglichkeiten in Deutschland, als junger Wissenschaftler unabhängig zu forschen. Hier wird darauf viel Wert gelegt“, erklärt er seine Entscheidung für das Universe-Cluster. Sein Kollege Frank Simon hatte ähnliche Gründe, nach München zurückzukehren. Auch er hat in München promoviert und dann eine Postdoc-Stelle am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) angenommen. Als er die Wahl hatte zwischen einer Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter am MIT und der Juniorprofessur am Universe-Cluster, entschied er sich für München. Neben persönlichen Gründen für die Rückkehr nennt auch er das „vernünftige Maß an Unabhängigkeit“, das die Stelle ihm bietet.

Simon und Lachenmaier können nach einigen Jahren Probezeit auf eine dauerhafte Professur hoffen. Zusätzlich können die Jungforscher beinahe sofort mit ihrer Arbeit loslegen, ohne erst Geld einwerben zu müssen: Das Startkapital ist dank Exzellenzinitiative schon vorhanden. Nur die Berufungsverfahren könnten, sagt Katja Ketterle, nach dem Geschmack aller Beteiligten schneller vonstatten gehen.

Das leicht verfügbare Geld aus der Exzellenzinitiative trägt entscheidend zur Stimmung am Cluster bei. Ein Teil davon wird in Großgeräte investiert, die für das Forschungsgebiet unvermeidlich sind. So werden etwa neue Kameras für das Observatorium auf dem Wendelstein gebaut und ein Untergrundlabor eingerichtet, in dem empfindliche Experimente fernab von äußeren Störquellen durchgeführt werden können. Dafür habe früher immer das Geld gefehlt, sagt Clusterleiter Paul. Jetzt könne man die Projekte finanzieren.

Auch Gastwissenschaftler können neuerdings am Cluster forschen. Einer von ihnen ist Jesper Sommer-Larsen vom Kopenhagener Niels-Bohr-Institut. Er bleibt anderthalb Jahre in München, das seiner Ansicht nach eines der Zentren für Astrophysik in Europa ist. Dank des Geldes aus der Exzellenzinitiative konnte er kürzlich eine Doktorandenstelle einrichten: „An anderen Universitäten hätte man mich wahrscheinlich ausgelacht und gesagt: Verschwinden Sie, Sie verschwenden unsere Zeit.“

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