Dass inzwischen auch andere Unternehmen Flüge im „unteren Preissegment“ anbieten, begrüßt Anderson. „Konkurrenz belebt das Geschäft. Und da wir als einzige Firma Touristen ins Weltall bringen, sind wir weiter führender Anbieter.“ Damit das so bleibt, hat sich Space Adventure alle verfügbaren Plätze an Bord russischer Sojus- Raumfähren bis 2009 gesichert. Derzeit laufen Verhandlungen mit der FSA über eine Reservierung bis 2011.
Von 2012 an will Anderson sogar zehn Flüge pro Jahr anbieten - eine Ankündigung, die andere Experten für unrealistisch halten. „Dafür müssten die Russen ein neues, größeres Raumschiff bauen“, vermutet der Raumfahrt-Journalist Anatoly Zak. „So etwas dauert zehn Jahre und kostet Milliarden.“ Anderson habe eine Marktnische entdeckt, seine Ankündigungen seien aber mitunter allzu großspurig. „Er besitzt keine Infrastruktur, keine Raumschiffe, er hat gar nichts“, sagt Zak, „Er ist völlig von der russischen Raumfahrtbehörde abhängig.“
Anderson nimmt derartige Kritik gelassen hin. Immer wenn er neue Pläne vorgestellt habe, hätte es Hohn und Spott gehagelt, meint er. Den „giggle-factor“ (Kicher-Faktor) nennt das der Firmenchef und will seine Pläne unbeeindruckt vorantreiben. Dabei verfolgt er auch eine ganz persönliche Mission. „Noch muss ich ans Geschäft denken und die wenigen Plätze an Käufer vermitteln“, sagt Anderson schmunzelnd, „aber sobald es möglich ist, werde ich selber ins Weltall fliegen."
