Der „Columbus“-Start musste bereits mehrmals wegen technischer Probleme an der Raumfähre verschoben werden. Ursprünglich hätte das Labor bereits vor knapp drei Jahren zur ISS gebracht werden sollen, doch 2003 hatten die USA alle Shuttle-Starts vorerst gestoppt, nachdem die Raumfähre „Columbia“ abgestürzt war. Zuletzt wurde ein Starttermin im Dezember 2007 wegen Problemen mit einer Steckerverbindung am Außentank abgesagt. Insgesamt 23 Jahre wurde an „Columbus“ geplant und gebaut, wobei das Modul mehrere Male überarbeitet wurde.
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Auch am Donnerstag sah es zunächst nicht gut aus. Die Wahrscheinlichkeit, dass zum Starttermin um 20.45 Uhr (MEZ) schlechtes Wetter in Cape Canaveral herrschte, lag anfangs bei 70 Prozent, später dann bei 60 Prozent. Florida lag im Einzugsgebiet der gleichen Unwetterfront, die am Dienstagabend in den USA sechs Tornados ausgelöst und mindestens 57 Menschen das Leben gekostet hatte. Dann war es zwar wolkig, Regen oder gar ein Gewitter zogen aber nicht auf.
An Bord der „Atlantis“ sind insgesamt sieben Astronauten. Sie sollen die ISS am Samstag erreichen. Die Installation von „Columbus“ soll am Sonntag beginnen. Die ganze Mission wird elf, vermutlich sogar zwölf Tage dauern. Zur ISS gehört schon seit sieben Jahren das amerikanische Forschungsmodul „Destiny“. Ein noch größeres Raumlabor, das japanische „Kibo“ (Hoffnung) soll ab März ins All gebracht werden. Dazu sind allerdings drei Flüge notwendig.
Als neuer Langzeitastronaut bleibt der Franzose Leopold Eyharts an Bord der ISS. Er löst den Amerikaner Daniel Tani ab, der nach fast vier Monaten mit der „Atlantis“ zur Erde zurückkehrt.
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