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17.03.2008 
Wissenschaft

Gestresste Wachtel-Hennen brüten gestresste Küken

dpa WIEN. Wachtel-Hennen geben nicht nur ihre Gene an den Nachwuchs weiter. Sie übertragen auch ihren Stress auf die eigenen Küken, wie eine Studie der Konrad Lorenz Forschungsstelle und der Veterinärmedizinischen Universität Wien gezeigt hat.

Die Biologen hatten zwei Gruppen von Wachteln studiert, wie die Nachrichtenagentur APA am Montag berichtete. Die eine war an Menschen gewöhnt, die andere nicht. Die zweite Gruppe reagierte stets aufgeregt auf die Pfleger, vor allem, wenn diese in die Käfige griffen. Während der ausgebrütete Nachwuchs der menschengewohnten Tiere ruhig und gelassen erschien, wirkten die Küken der scheuen Tiere ähnlich gestresst wie ihre Mütter.

Bei genaueren Analysen fanden die Wissenschaftler in den Eidottern der weniger gestressten Tiere höhere Werte männlicher Sexualhormone, sogenannter Androgene, aber geringere Konzentrationen des Sexualhormons Progesteron als in denen der nicht an Menschen gewöhnten Tiere. Die Muttertiere beeinflussten offensichtlich das Verhalten ihrer Nachkommen auch durch unterschiedliche Abgabe von Sexualhormonen, heißt es in dem Bericht.

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