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17.01.2008 

„Der Vorteil bei der Verwendung von Kühen wäre, dass man nahezu unbegrenzt Eizellen zur Verfügung hätte“, hatte der Münchner Stammzellforscher Wolfgang-Michael Franz, der nicht an dem Projekt beteiligt ist, anlässlich der Antragstellung der Briten im Herbst erläutert. „Das Problem daran ist, dass man zwar den Zellkern austauschen kann, aber nicht die Mitochondrien.“ Diese sogenannten Zellkraftwerke besitzen eigenes Erbgut. Dieses bleibt in der entkernten Kuh-Eizelle erhalten, so dass die entstehenden Embryonen formal Chimären sind. Das berge die Gefahr von Abstoßungsreaktionen. „Niemand weiß im Moment, wie schwer diese Reaktion ausfallen würde“, betonte Franz. „Es ist jedoch davon auszugehen, dass die so gezüchteten Stammzellen die gesamte menschliche Zellsteuerung haben würden.“

Armstrong begründete den Antrag unter anderem damit, dass mit Hilfe von Chimären-Embryonen neue Methoden zur Behandlung von Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer oder Diabetes gewonnen werden könnten. Der Forscher war im vergangenen Jahr an der Schaffung des ersten geklonten menschlichen Embryos beteiligt. Das nun genehmigte Verfahren erlaubt nach seiner Darstellung eine effektivere Herstellung von Stammzellen als es mit rein menschlichen Zellen möglich ist.

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