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21.02.2007 
Verbotsdebatte

Hintergrund: Alternativen zur Glühbirne

Die klassische Glühbirne wird zunehmend von anderen Lichtquellen verdrängt, die effizienter, haltbarer und gezielter einsetzbar sind. Das Licht der Glühbirne stammt von einem stark erhitzten Draht, der die meiste Energie als unerwünschte Wärme aussendet. Eine Übersicht über die wichtigsten Alternativen.

  • Leuchtstofflampen nutzen eine völlig andere, deutlich effizientere Technik, die Gasentladung. Eine Leuchtstofflampe besteht aus einer Röhre, die mit einem Gas gefüllt ist. Oft wird das Edelgas Argon verwendet, dem eine geringe Menge Quecksilber beigemischt ist. Durch diese Mischung fliegen Elektronen, die mit den Gasatomen zusammenstoßen. Die Quecksilberatome bekommen durch die Stöße zusätzliche Energie, die sie nach kurzer Zeit als Strahlung aussenden.

    Allerdings liegt diese Strahlung im ultravioletten (UV) Bereich und ist nicht nur unsichtbar, sondern für Menschen sogar schädlich. Eine Pigmentschicht, die von innen auf die Röhrenwand aufgetragen ist, nimmt die UV-Strahlung auf und sendet sie als sichtbares Licht wieder aus. Dieser Leuchtstoff gibt den Lampen ihren Namen. Ihre Lichtausbeute liegt mit bis zu 60 Lumen pro Watt bis zu sechs Mal höher als diejenige von Glühlampen, die etwa 10 (herkömmliche Lampen) bis 20 (Halogenlampen) Lumen pro Watt erreichen. Leuchtstofflampen haben mit etwa 10 000 Stunden auch eine rund zehn Mal höhere Lebensdauer als herkömmliche Glühbirnen.

  • Die so genannten Energiesparlampen sind gefaltete Leuchtstoffröhren, die sich der Form herkömmlicher Glühlampen anpassen.

  • Für Spezialanwendungen werden zunehmend Leuchtdioden (LED) genutzt, etwa in Fahrzeugen oder Geräten. Aber auch ganze Hallen werden schon per LED beleuchtet. Sie bestehen aus einem Halbleitermaterial und gewinnen ihr Licht aus einem elektronischen Effekt. Trifft ein Elektron auf ein so genanntes Elektronenloch, vereinigen sich diese beiden gegensätzlichen Ladungsträger, und die dabei frei werdende Energie wird als Strahlung ausgesendet.

    Durch die Wahl des Halbleitermaterials lässt sich die Lichtfarbe bestimmen. Leuchtdioden senden immer nur eine einzige Lichtfarbe aus. Weiße LEDs sind daher ebenfalls mit einem Leuchtstoff beschichtet, der einen Teil des eigentlich blauen Lichts in gelbes umwandelt. Die Kombination nimmt das Auge als weiß wahr. Spezial-Leuchtdioden erreichen eine Lichtausbeute von bis zu 100 Lumen pro Watt, ihr größter Trumpf ist aber die Haltbarkeit. Mit einer Lebensdauer von bis zu 100 000 Stunden sind LEDs nahezu unverwüstlich.

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