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21.11.2008 
Neue Anlage funktioniert nicht

ISS hat Probleme mit dem Wasser

Testlauf abgebrochen: Die neu installierte Wasseraufbereitungsanlage der Internationalen Raumstation ISS funktioniert nicht. Dafür verlief der zweite Außenbordeinsatz von Astronauten des Shuttles Endeavour diesmal ohne Panne.

Astronaut Shane Kimbrough während des zweiten Weltraumspaziergangs der aktuellen Endeavour-Mission. Foto: rtr Lupe

Astronaut Shane Kimbrough während des zweiten Weltraumspaziergangs der aktuellen Endeavour-Mission. Foto: rtr

ap HOUSTON. Die neue Wasseraufbereitungsanlage an Bord der internationalen Raumstation ISS funktioniert nicht. Techniker brachen einen Versuch mit der Anlage, die auch Urin in Trinkwasser verwandeln soll, am Freitag nach zwei Stunden ab. Schon beim ersten Testlauf am Vortag hatte die Anlage nicht richtig gearbeitet. Nasa-Flugdirektor Ginger Kerrick bezeichnete die Probleme als „zunehmende Qualen“.

Mit dem Antrieb der Raumfähre „Endeavour“ wurde die ISS aber erfolgreich auf eine 1,6 Kilmeter höhere Umlaufbahn gebracht. Dieser Orbit musste erreicht werden, damit ein russischer „Progress“-Raumtransporter drei Tage nach Abflug des Shuttles an der ISS andocken kann. Die sieben Astronauten fliegen kommenden Donnerstag zur Erde zurück.

Die Wiederaufbereitungsanlage für Wasser wurde am vergangenen Wochenende in der ISS installiert. Am Donnerstag wurde die Anlage wegen eines Alarms abgeschaltet, den die Techniker in der Flugzentrale als Fehlalarm einstuften. Proben vom Testbetrieb sollen erst auf der Erde analysiert werden, bevor die Anlage für den Dauerbetrieb freigegeben werden soll. Sie soll die Verdoppelung der ISS-Besatzung von drei auf sechs Astronauten ermöglichen.

Ein Außenbordeinsatz vom Donnerstagabend galt der Reparatur eines defekten ISS-Sonnensegels. Die US-Astronauten Heidemarie Stefanyshyn-Piper und Shane Kimbrough beendeten ihre Arbeit ohne größere Rückschläge. Beim ersten Einsatz am Dienstag hatte Stefanyshyn-Piper eine Werkzeugtasche im All verlor. Die Nasa bezifferte deren Wert auf rund 100 000 Dollar (80 000 Euro). Bei insgesamt drei Außeneinsätzen soll ein Scharnier an dem defekten Sonnensegel repariert werden. In einem weiteren Einsatz soll das Scharnier eines anderen Sonnensegels vorsorglich gewartet werden.

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