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06.01.2009 
Consumer-Electronics-Messe CES

Laser versorgt MP3-Player mit Energie

von Hans Schürmann

Auf der kommenden Donnerstag beginnenden Consumer-Electronics-Messe CES werden erstmals Geräte zu sehen sein, die kabellos mit Energie versorgt werden können. Noch sind die Anwendungsmöglichkeiten begrenzt – doch auch Laptops und kleinere Geräte könnten bald kabellos mit Strom versorgt werden.

Auf der kommenden Donnerstag beginnenden CES wird die drahtlose Energieversorgung im Mittelpunkt stehen. Foto: apLupe

Auf der kommenden Donnerstag beginnenden CES wird die drahtlose Energieversorgung im Mittelpunkt stehen. Foto: ap

DÜSSELDORF. Auf der diesjährigen Consumer-Electronics-Messe CES, die von Donnerstag an bis zum Sonntag in Las Vegas veranstaltet wird, werden die ersten Produkte präsentiert, die drahtlos mit Strom versorgt werden können. Die „WiTricity“ genannte Technologie soll den Umgang mit elektronischen Geräten deutlich erleichtern. Zur Messe werden unter anderem digitale Bilderrahmen, Lautsprecher und Lampen erwartet, die nicht mit Stromkabel und Steckdose, sondern drahtlos mit Energie versorgt werden.

Experten erwarten, dass bald auch Laptops und kleinere Geräte wie Handys oder MP3-Player kabellos mit Strom versorgt werden können. In Zukunft werde es Elektrizitäts-Hotspots in Cafés und Flughäfen geben, so wie es dort heute Internet-Hotspots gibt. Man könne zudem bald Tische kaufen, die jedes Gerät aufladen, das man darauf platziert, gibt der Gadget-Experte James Holland einen Ausblick in die zukünftigen Möglichkeiten der Technologie. „Und wenn jeder Raum kabellosen Strom aussenden würde, wüsste man, dass sich das Mobiltelefon auflädt, sobald man den Raum betritt – sogar wenn es noch in der Tasche steckt“, sagt Holland.

Noch sind die Anwendungsfelder begrenzt. Der PowerBeam eines der auf der CES vertretenen Unternehmen kann mit seiner Technik derzeit kabellos 1,5 Watt übertragen. Um einen Laptop mit Strom zu versorgen, wären 30 bis 50 Watt nötig. Das Gerät wandelt Strom in einen unsichtbaren Laserstrahl um. Dieser überträgt Wärme zu einer Solarzelle, die diese dann wieder in Elektrizität zurückwandelt.

Der Laser sei nicht gefährlich für Menschen, weil er im Grunde nur Wärme von einem Ort zum anderen übertrage, so die Firma. Wenn Personen durch den Laserstrahl hindurchgehen, werde die Energieübertragung unterbrochen und beginne neu, sobald der Weg frei sei. Auch Befürchtungen über einen Zusammenhang zwischen elektromagnetischer Strahlung und Krebs weisen die Entwickler zurück. Sie erklären, dass die ausgesandte Energie nur von Geräten aufgenommen werde, die dafür entworfen seien, Energie mit dem Feld auszutauschen.

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