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04.04.2008 

Für viele Gemeinden ist neben der Energieeinsparung die Reduzierung des Lichtsmogs ein entscheidendes Argument. So auch für die Stadtväter der kanadische Stadt Banff, die in einem Projekt mit dem Leuchtmittelhersteller Osram einzelne Straßenleuchten in ihrem Nationalpark im Herzen der Rocky Mountains auf LED-Beleuchtung umgestellt hat. Die Leuchtdioden erzeugen mit Hilfe einer speziell designten Linse ein stark gerichtetes Licht, dass im Gegensatz zu den bisher eingesetzten Lampen nur die Straße und nicht die umgebende Natur oder den Nachthimmel beleuchtet. Willkommener Nebeneffekt: LED-Licht zieht keine Mücken an.

Die Kanadier haben zudem einen Vorteil: Während die Gaslaternen in Düsseldorf komplett ausgetauscht werden mussten, konnten sie die Leuchtdioden in die vorhandenen Laternen einbauen – es mussten lediglich Lampe und Vorschaltgerät ausgetauscht werden.

Welches Innovationspotenzial in der Straßenbeleuchtung mit LEDs steckt, demonstriert der österreichische Leuchtenhersteller Zumtobel auf der Frankfurter Fachmesse Light and Building, die am Montag beginnt. Die Firma stellt eine LED-Außenleuchte vor, die keinen Stromanschluss benötigt und ihre Energie von mehreren Solarpanels bezieht.

Die 3,4 Meter hohe Leuchtsäule ist mit LED-Streifen ausgestattet, die einen gesamten Platz ausleuchten kann. Die LED-Reihen sind 3,2 und 0,9 Meter über dem Boden angebracht und sorgen für eine gleichmäßige Beleuchtung der Umgebung sowie für die Beleuchtung des Gehwegs. Zwischen den LED-Reihen sind die großflächigen Photovoltaik-Module angebracht, die Tageslicht in Strom umwandeln, der von Speicherzellen im Gehäuse zwischengespeichert wird.

Die Firma setzt auf Solarmodule von Würth Solergy, die mittels Dünnschichttechnik aus mehrschichtigem Kupfer-Indium-Diselenid hergestellt werden und auch unter schwachen Lichtverhältnissen ausreichende Energiemengen absorbieren. „Die schwarzen Solarkacheln passen gut zu dem Monolitstil der Leuchte“, sagt Joachim Leibig, Direktor Produktmarketing im Zumtobel-Unternehmensbereich Thorn. Eine der größten Herausforderungen bei der Entwicklung einer LED-Laterne mit Solarzellen sei das Design, sagt Leibig. Die Entwickler hätten sich für die säulenartige Konstruktion entschieden, weil andere Lösungen recht komisch ausgesehen hätten.

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