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22.07.2008 
Raumfahrttechnik

Nasa entwickelt GPS für den Mond

von Thomas Trösch

Die US-Weltraumbehörde Nasa will ihren künftigen Mondfahrer ersparen, dass sie sich beim Besuch des Erdtrabanten verlaufen. Ein lunares Navigationssystem soll die Astronauten auf dem rechten Weg halten - ein Projekt, bei dem es nicht nur große technische Herausforderungen zu bewältigen sind.

Die Fahne hat er gefunden - aber weiß er noch, wo seine Landefähre steht? Apollo-14-Kommandant Alan Shepard bei der Monderkundung im Februar 1972. Foto: NasaLupe

Die Fahne hat er gefunden - aber weiß er noch, wo seine Landefähre steht? Apollo-14-Kommandant Alan Shepard bei der Monderkundung im Februar 1972. Foto: Nasa

DÜSSELDORF. Per Navi den Mond erkunden – diesen Luxus will die Nasa ihren Astronauten bei der für 2020 geplanten Rückkehr zum Mond bieten. Zur Entwicklung eines lunaren Ablegers des irdischen GPS hat die US-Weltraumbehörde jetzt 1,2 Millionen Dollar bereitgestellt. Unter Federführung von Ron Li, der bereits die Navigationsinstrumente für die Mars-Rover der Nasa entwickelt hat, soll ein entsprechendes System in den kommenden drei Jahren mondtauglich gemacht werden.

Entwickler Li, Professor an der Ohio State University, steht vor keiner trivialen Aufgabe. Anders als beim irdischen GPS kann sich ein Navigationssystem nämlich nicht auf Satellitensignale aus dem Orbit des Erdtrabanten stützen. Zudem machen die besonderen Bedingungen auf der Mondoberfläche jede Orientierung zu einer besonderen Herausforderung. Denn dort fehlt es an bekannten Bezugsgrößen wie etwa Gebäude, Bäume oder Autos, die uns auf der Erde das Abschätzen von Entfernungen erleichtern.

Wissenstest: Sind Sie fit für den Mond?

Den Astronauten, die den Mond im Rahmen der Apollo-Missionen vor beinah 40 Jahren besuchten, spielte der irdische Orientierungssinn mehr als einmal übel mit, wie Li bei der Vorstellung der Nasa-Pläne berichtete. Seinerzeit mussten die Raumfahrer wiederholt Ausflüge zu vermeintlich markanten Punkten abbrechen, weil sie die Geländeformationen im schwierigen Mondterrain schlicht nicht erkennen konnten. „Sie waren so nah dran, und doch mussten sie zu ihrer eigenen Sicherheit zurückkehren“, so Li.

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