Regierungen kaufen gestohlene Daten, um Steuergerechtigkeit herzustellen. Rein juristisch scheint dies nicht angreifbar zu sein. Doch Philosophen warnen vor einem moralischen Dilemma.
In der klassischen Antike galt Wissen als Inbegriff des Menschlichen, als Lebensform. Von dieser Idealvorstellung sind die als Unternehmen geführten Hochschulen dieser Tage weit entfernt. Immer mehr Wissenschaftler kritisieren die Ökonomisierung der Bildungsanstalten. Langfristig, so ihr Vorwurf, leide die Innovationsfähigkeit.
Ihren letzten Höhepunkt erlebte die Konsumkritik mit der Protestbewegung der 1968er. Heute ist die Kritik weitgehend verstummt, auch deutsche Historiker interessieren sich für die Geschichte der Waren – und das inzwischen weitgehend ohne kritischen Unterton.
Die reine Minne gibt sich bescheiden. Denn wer zu großzügig gibt, der kann Verstimmung provozieren – lehrt die Erfahrung. Schließlich ist Schenken längst als nur vordergründig uneingennützig entlarvt worden. Schon die Dichter in Antike und Mittelalter empfahlen Mäßigung. Ein Ratgeber für angemessenes Schenken.
Sind frühere Manager tatsächlich weniger gierig gewesen als heutzutage? Neue Forschungen belegen, dass es bereits im 19. Jahrhundert Erfolgsprämien für Entwickler gab, Boni für das Führungspersonal deutscher Großbanken tauchten erstmals im Jahr 1854 auf. Was man aus der Geschichte lernen kann.
Die angewandte Sprachwissenschaft hilft bei der Definition von Markeninhalten und ihrer Analyse. Damit kann die Linguistik dem Marketing wichtige Informationen liefern. Doch Berührungsängste verhindern häufig eine Zusammenarbeit. Das Beispiel BMW zeigt, was die Sprachwissenschaft leisten kann.