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25.01.2007 

Jeder Zweite misstraut den Politikern in Regierung und Parlament, nur jeder Zehnte vertraut den großen Wirtschaftsunternehmen. Wer Politiker für korrupt hält, wer von Wirtschaftsführern annimmt, dass sie nur an ihre eigenen Interessen denken, der neigt auch stärker dazu, das Geld von Reich zu Arm umzuschichten.

Wer das von seinen Mitmenschen erwirtschaftete Geld empfangen soll, spielt für die Befragten durchaus eine Rolle. Einer allein erziehenden Mutter würden die Deutschen das meiste Geld geben, einem Langzeitarbeitslosen am wenigsten. Die höchste Summe - 1 975 Euro - hätte die Mutter auf dem Konto, wenn ein Anhänger der Grünen umverteilte, am wenigsten - 1 522 Euro - gäbe es von einem FDP-Fan. So weit entsprachen die Ergebnisse den Erwartungen.

Unerwartet kam für Behnke etwas anderes: "Am meisten hat mich verblüfft, wie wenig Unterschiede es zwischen Anhängern der SPD und der Union gab." Demnach wäre etwa ein einheitlicher Steuersatz, wie ihn zuletzt Paul Kirchhof im Bundestagswahlkampf 2005 vorgeschlagen hatte, den Unions-Wählern wohl nur schwer zu vermitteln gewesen.

Was käme also dabei heraus, wenn man den Deutschen einen leeren Zettel gäbe, damit sie sich ihre Steuer selbst basteln? "Zumindest kein realisierbares Modell", sagt Behnke, "denn es gibt in Wirklichkeit ja viel weniger Reiche als in unserem Modell. Fest steht aber, dass eine gerechte Verteilung für die meisten Menschen eine größere Rolle spielt als die reine Optimierung und Vereinfachung."

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