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15.03.2007 
International Cebit Summit

Das neue Internet fordert die Manager heraus

von Jens Koenen

Die Teilnehmer des "International Cebit Summit" waren sich am Mittwoch einig: Das Internet und die damit verbundenen neuen Möglichkeiten und Technologien stellen die Unternehmenslenker rund um den Globus vor eine neue Herausforderung.

HANNOVER. "Die Konsumenten gewinnen an Einfluss, und es werden ganz neue Geschäftsprozesse und-modelle erforderlich", sagte Peter Sondergaard, Senior Vice President der Gartner-Gruppe im Vorfeld der Computermesse Cebit. Darauf gelte es, die richtige Antwort zu finden.

"Das ganze wird noch fünfzehn Jahre dauern, aber in den nächsten fünf Jahren wird definiert, welche Unternehmen in dieser neuen Welt Erfolg haben werden", mahnte Sondergaard zur Eile. Viele der heutigen Manager seien darauf nur unzureichend vorbereitet. "Wir alle sind digitale Immigranten, wir müssen erst lernen, mit der neuen Technologie umgehen", sagte Sondergaard: "Das Problem ist, es gibt kein Handbuch, wie wir uns in einem Blog benehmen sollen", machte er deutlich. Gleichzeitig steige aber der Druck, da auf der anderen Seite eine "digitale Generation" heranwachse.

Für Ben Verwaayen, den Chef des britischen Telekomriesen BT Group, sind die neuen Kommunikationsmöglichkeiten und ihre Folgen mit der Erfindung der Dampfmaschine vergleichbar. "Damals wurde die Produktion vom Faktor Arbeit getrennt. Heute geht es um die Aufteilung der Unternehmensprozesse in einzelne Teile, ohne dass diese alle vor Ort sein müssen."


Bildergalerie Cebit-Fotostrecken: Die Highlights der Messe im Blick


Bislang hätten Entwicklung, Fertigung und Administration weitgehend an einem Ort sein müssen, um nahtlose und effiziente Prozesse zu ermöglichen. "Heute können Sie das Wissen nutzen, wo auch immer es sitzt, und wann immer Sie es benötigen", sagte Verwaayen und ergänzte: "Die Unternehmen müssen entscheiden, wie sie diese neuen Möglichkeiten nutzen."

Angesichts dessen warnte Willi Berchtold, der Präsident des deutschen ITK-Branchenverbandes Bitkom, davor, die Herausforderung zu unterschätzen, die durch die Omnipräsenz des Internets etwa in Form des Web 2.0 entstünden. "Denn eine Frage ist immer noch nicht beantwortet: Welche Geschäftsmodelle werden daraus entstehen, wie kann das in Profit umgesetzt werden?", sagte er. Hinzu komme die zunehmende "Verschmelzung der realen mit der virtuellen Welt". Das habe erhebliche Auswirkungen auf die Unternehmen.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Die digitale Welt bringt eine neue Generation von Konsumenten hervor.

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