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06.03.2008 
IT-Dienstleistungen

Erfolgreiche Partnersuche

von Sandra Louven

"Wir siegen und wir verlieren gemeinsam" - Die IT-Dienstleistungstochter der Telekom hat mit Cognizant einen neuen Kooperationspartner gefunden. Über die erhrgeizigen Ziele der neuen Allianz sprechen die Chefs Reinhard Clemnes und Franicso D'Souza im Handelsblatt-Doppelinterview.

Reinhard Clemens, Chef von T-Systems.Lupe

Reinhard Clemens, Chef von T-Systems.

Handelsblatt: Herr Clemens, Sie haben den US-Anbieter Cognizant als Partner gewählt. Wie teilen sie untereinander Umsätze und Kunden auf?

Reinhard Clemens: Jeder hat fünf Kunden definiert, die er exklusiv betreut. Darüber hinaus entscheiden wir im Einzelfall, wer bei welchem Kunden die Führung übernimmt. Dabei gilt der Grundsatz: Kunden aus den Branchen, in denen T-Systems sich gut auskennt, bleiben bei uns und umgekehrt. Wir sind stark im Bereich Automotive, bei Telekommunikationskunden und im öffentlichen Sektor. Cognizant bringt dagegen Expertise in der Finanz- und Pharmabranche mit.

Wie sieht das Partnermodell bei Kunden wie Daimler aus? Er bleibt ja wohl exklusiv bei Ihnen?

Clemens: Das stimmt. Bei einem neuen Auftrag von Daimler unterzeichnen wir den Vertrag und kaufen dann nach Bedarf die Dienstleistung von Cognizant ein.

Wieso binden sie sich an einen Partner? Sie könnten doch auch projektbezogen Dienste kaufen und am Markt womöglich bessere Preise erzielen.

Clemens: Wir hatten 1 150 Entwickler in Indien. Das war aber bei weitem nicht genug, so dass wir bei großen Projekten immer Dienstleistungen zukaufen mussten. Das ist auf Dauer nicht profitabel. Jetzt können wir mit den 40 000 Offshore-Mitarbeitern von Cognizant viel schneller Teams bilden und dem Kunden auch eine bessere Qualität liefern.

Ihre indischen Mitarbeiter gehen zu Cognizant. Was passiert mit den 8 500 Beschäftigten in der Systemintegration in Deutschland?

Clemens: Das wird sich zeigen. Wir müssen natürlich auch bei T-Systems restrukturieren. Aber das Ziel der Partnerschaft ist ja, Umsatz und Gewinn zu steigern. Und das wiederum sichert Arbeitsplätze.

Wie stark soll der Umsatz denn steigen?

Clemens: Wir wollen doppelt so schnell wachsen wie der Markt. Und der wächst zwischen sechs und sieben Prozent pro Jahr. Mit Cognizant können wir Kunden, die bisher mangels eigener Branchenexpertise bei uns nur IT- und Telekommunikationsinfrastruktur eingekauft haben, jetzt auch Systemintegrationsleistungen anbieten, und zwar zu wettbewerbsfähigen Preisen.

Was verspricht sich Cognizant von dem Deal?

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Zusammen besser als alleine

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