Gene Munster von Piper Jaffray geht davon aus, dass Apple und AT&T
zusammen im Stammland USA diesmal 225 000 Phones verkauft haben. Das wären also weniger als in zwei Tagen beim ersten Start, trotz sechswöchiger Lieferabstinenz.
Dadurch wird dieses fulminante Startwochenende sicher nicht zu einem Misserfolg. Aber es zeigt auch, dass sich nichts geändert hat. Erst der langfristige Verkaufserfolg zählt. Immerhin hat Apple nur dieses eine Modell im Angebot, könnte also nicht auf Schwankungen der Käufergunst reagieren. Sprint ist zum Beispiel schon sehr aggressiv mit dem eleganten und preiswerten Touchscreen-Gerät Instinct unterwegs, Blackberry
wird bald seinen Bold und danach ein Touchscreen Modell (Codename Thunder) präsentieren.
Erste Analysten rechnen jetzt mit iPhone-Verkäufen von bis zu vier Millionen Geräten im laufenden Quartal. Trifft das ein, hätte Apple sein eigenes Jahresziel noch vor dem Weihnachtsgeschäft erfüllt, aber erst durch die Einbeziehung zusätzlicher Länder, und es werden noch viele weitere folgen.
Im Einzelhandel zählt am Ende des Tages auch nur eine Steigerung des Verkaufs auf vergleichbarer Ladenfläche. Zugekaufte Umsatzrekorde durch dauernde Neueröffnungen sind Selbstbetrug. Das hat auch die Kultmarke Starbucks
nicht davor gerettet, jetzt eingestehen zu müssen, dass der zugrundeliegende Trend negativ war. Hoffentlich passiert das nicht auch Apple.


