Wenn es stinkt in der Stadt
Mittwoch, 27.08.2008
In diesen Tagen der Chemieunfälle sind Bürger besonders sensibel, wenn es in ihrer Stadt müffelt. Das passiert derzeit häufiger. Und wie Lokalredaktionen damit umgehen, zeigt, wer seine Hausaufgaben gemacht hat - und wer nicht.
Keiner darf Internet außer Spiegel Online - erst recht nicht Hubertus Heil
Dienstag, 26.08.2008
Früher war der "Spiegel" dafür bekannt, gegen alles zu sein. Heute ist er vor allem gegen das Internet, scheint es. Und diese Haltung setzt sich fort gen Spiegel Online. Dort ist heute ein dummer Artikel über Hubertus Heil und seine ersten Schritte im Bereich Twitter zu lesen.
Blogger auf der Ifa
Dienstag, 26.08.2008
Manchmal überraschen einen alt eingesessene Institutionen doch. Die Internationale Funkausstellung, zum Beispiel. Sie hat mich zu einem Podium geladen, das leider nicht so doll vermarktet wird - jedoch höchst interessant werden könnte.
Am Samstag um 11 Uhr werde ich beisammen sitzen mit ein paar Weblog-Größen aus den USA, um über die Unterschiede zwischen Blogs in Nordamerika und Deutschland zu sprechen und darüber, was deutsche Blogger von amerikanischen lernen können - und umgekehrt.
Es reisen an:
- Robert Scoble
- Harry McCracken (jener "PC World"-Chefredakteur, der gehen musste, weil er einen Apple-kritischen Artikel veröffentlicht hatte - und später wieder re-installiert wurde
- Larry Magid
- Steve Wildstrom
- Dave Graveline
Leider mache ich mir ein wenig Sorgen, dass dieses Panel ein wenig untergeht, da die Veranstalter weder den Namen ihrer Gäste richtig schreiben, noch eine korrekte Verlinkung hinbekommen. Und das wäre eigentlich schade, weil hier die Chance besteht endlich mal über ein anderes Thema zu sprechen als das dauernde "Journalisten vs. Blogger".
Am Samstag um 11 Uhr werde ich beisammen sitzen mit ein paar Weblog-Größen aus den USA, um über die Unterschiede zwischen Blogs in Nordamerika und Deutschland zu sprechen und darüber, was deutsche Blogger von amerikanischen lernen können - und umgekehrt.
Es reisen an:
- Robert Scoble
- Harry McCracken (jener "PC World"-Chefredakteur, der gehen musste, weil er einen Apple-kritischen Artikel veröffentlicht hatte - und später wieder re-installiert wurde
- Larry Magid
- Steve Wildstrom
- Dave Graveline
Leider mache ich mir ein wenig Sorgen, dass dieses Panel ein wenig untergeht, da die Veranstalter weder den Namen ihrer Gäste richtig schreiben, noch eine korrekte Verlinkung hinbekommen. Und das wäre eigentlich schade, weil hier die Chance besteht endlich mal über ein anderes Thema zu sprechen als das dauernde "Journalisten vs. Blogger".
Fred Kogel in der bel étage
Montag, 25.08.2008
Am vergangenen Freitag sah ich im Kino zum ersten Mal den Trailer für "Der Bader-Meinhof-Komplex". Ein merkwürdiges Gefühl. Denn die Bilder der Schleyer-Entführung sind die ersten Nachrichtenbilder, die ich im Gedächtnis habe. Und nun sind sie wieder da, nur sind die Gesichter der handelnden Personen verändert - und doch bekannt. "Man hat den Eindruck, es gibt in Deutschland nur 10 Schauspieler", kommentierte die beste Kino-Mitgängerin von allen die Besetzungsliste am Ende des Trailers. Das hat etwas von Anziehpuppe: Bekannte Gesichter über neuen Kleidern, irgendwie vertraut, dann doch wieder nicht.
Sollte man reingehen? Wahrscheinlich werde ich es, obwohl Constantin-Film sich gerierte wie die Staatschutz im Deutschen Sommer.
Was der Film wirtschaftlich bedeutet, das verriet dem Kollegen Hans-Peter Siebenhaar Constantin-Chef Fred Kogel für die neue Ausgabe unseres Medien-Podcasts bel étage.
Sollte man reingehen? Wahrscheinlich werde ich es, obwohl Constantin-Film sich gerierte wie die Staatschutz im Deutschen Sommer.
Was der Film wirtschaftlich bedeutet, das verriet dem Kollegen Hans-Peter Siebenhaar Constantin-Chef Fred Kogel für die neue Ausgabe unseres Medien-Podcasts bel étage.
Die nicht enden wollende Lustigkeit des Norbert Schneider
Freitag, 22.08.2008
Der August ist ja ein merkwürdiger Monat. Früher war einfach ein bisschen weniger los. Dieses Jahr aber haben viele Menschen das Gefühl, der deutsche August ähnelt mehr und mehr seinen Gegenstücken in Frankreich und Italien: Das Sommerloch ist so allgegenwärtig, dass es nicht mal richtig gute Sommerlochgeschichten gibt.
Und so stellt sich ein gewisses Gefühl der Leere ein. Es fehlt etwas. Zum Beispiel mal wieder ein Schneider, das wär doch schön. So nen richtiger Norbert. Eben eine Aktion, die beweist, wie unendlich unkundig die Landesanstalt für Medien NRW in Sachen Internet ist. So wie beim Web-TV, dem Streaming, Pornographie, oder der Verwunderung darüber, dass ihn jemand ernst nimmt.
Mit dem heutigen Tage endet der gefühlte August. Norbert Schneider is back at the Schreibmaschine - und hat gleich mal ein Briefchen an Google geschickt.
Und so stellt sich ein gewisses Gefühl der Leere ein. Es fehlt etwas. Zum Beispiel mal wieder ein Schneider, das wär doch schön. So nen richtiger Norbert. Eben eine Aktion, die beweist, wie unendlich unkundig die Landesanstalt für Medien NRW in Sachen Internet ist. So wie beim Web-TV, dem Streaming, Pornographie, oder der Verwunderung darüber, dass ihn jemand ernst nimmt.
Mit dem heutigen Tage endet der gefühlte August. Norbert Schneider is back at the Schreibmaschine - und hat gleich mal ein Briefchen an Google geschickt.
Die sympathische Selbsterkenntnis des Waldemar H.
Freitag, 22.08.2008
Mein persönlicher Satz dieser Olympischen Spiele fiel gestern bei "Waldi & Harry". Es ging um "Dalli Dalli" und die Frage, ob jemand, der 1981 geboren wurde, die Show noch kennt.
Harald Schmidt: "1981? Waldi, warst Du da schon Journalist?"
Waldemar Hartmann: "War ich noch nie."
So langsam stimme ich in Sachen Waldi Hartmann tatsächlich dem zu, was Stefan Niggemeier in der jüngsten "FAS" schrieb:
"Ich kann mich nicht mehr über Waldemar Hartmann aufregen. Ich ertappe mich dabei, wie ich Waldemar Hartmann im Fernsehen sehe und denke: ja. Der Waldi. Warum nicht. Hätte schlimmer kommen können."
Harald Schmidt: "1981? Waldi, warst Du da schon Journalist?"
Waldemar Hartmann: "War ich noch nie."
So langsam stimme ich in Sachen Waldi Hartmann tatsächlich dem zu, was Stefan Niggemeier in der jüngsten "FAS" schrieb:
"Ich kann mich nicht mehr über Waldemar Hartmann aufregen. Ich ertappe mich dabei, wie ich Waldemar Hartmann im Fernsehen sehe und denke: ja. Der Waldi. Warum nicht. Hätte schlimmer kommen können."
Ihre Selbstherrlichkeit, Thomas de Maizière
Donnerstag, 21.08.2008
Nehmen wir einmal an, Sie, lieber Leser, hätten ein befreundetes Paar, das sich in einer schwierigen Situation befindet. Dieses Paar hat ein Kind und es braucht jemand, der an diesem Wochenende auf den Nachwuchs aufpasst.
Sie, lieber Leser bieten sich an, machen das gerne. Sie sind ein zuverlässiger und ordentlicher Mensch von konservativer Gesinnung. Doch die Freunde geben das Kind nicht an Sie - sondern an einen anderen Freund, jemand, der schon mal in Konflikt mit dem Gesetz geraten ist, der vielleicht gar ein wenig verlottert wirkt und in einer abgerissenen Wohnung lebt.
Mal ehrlich: Würde Ihnen das nicht zu denken geben? Mir schon, aber ich bin ja nicht Kanzleramtsminister Thomas de Maizière von der CDU.
Sie, lieber Leser bieten sich an, machen das gerne. Sie sind ein zuverlässiger und ordentlicher Mensch von konservativer Gesinnung. Doch die Freunde geben das Kind nicht an Sie - sondern an einen anderen Freund, jemand, der schon mal in Konflikt mit dem Gesetz geraten ist, der vielleicht gar ein wenig verlottert wirkt und in einer abgerissenen Wohnung lebt.
Mal ehrlich: Würde Ihnen das nicht zu denken geben? Mir schon, aber ich bin ja nicht Kanzleramtsminister Thomas de Maizière von der CDU.
Die (journalistische) Jugend von heute
Donnerstag, 21.08.2008
Der Journalismus hat viele Probleme, was seine Zukunftsfähigkeit betrifft. Erschreckenderweise ist eines der Größten aber die Einstellung seines Nachwuchses zum Beruf. Nein, nein, nicht was Sie jetzt vielleicht denken: Die Jungen denken nicht allein ans Internet - sie denken überhaupt nicht daran.
Schach nennt niemand dumm
Mittwoch, 20.08.2008
Den Namen Dietrich Dörner habe ich vor dem heutigen Tag noch nicht gehört. Das mag man mir ankreiden, doch der Mann ist Kognitionspsychologe und in diesem Fachgebiet bin ich nie unterwegs.
Heute ist bei Welt Online ein Interview zum Thema Videospiele zu lesen. Und es ist eines der klügsten, charmantesten und interessantesten Gespräche zu diesem Thema, das ich seit langem gelesen habe.
Heute ist bei Welt Online ein Interview zum Thema Videospiele zu lesen. Und es ist eines der klügsten, charmantesten und interessantesten Gespräche zu diesem Thema, das ich seit langem gelesen habe.
tknuewer um # 17:04 in Und sonst?
Die unglaubliche Unverschämtheit von Bundestagsabgeordneten
Dienstag, 19.08.2008
Dienstreisen sind in Zeiten, da in vielen Unternehmen das Grummeln der Wirtschaftskrise einsetzt ein Luxus. Mitarbeiter versuchen so wenig wie nötig unterwegs zu sein, schauen ein wenig genauer auf die Ausgabenseite.
Beim Deutschen Bundestag sieht das anders aus. Dort wird weiter fröhlich gruppengereist - und das im Stil von Kolonialherren und -damen.
Beim Deutschen Bundestag sieht das anders aus. Dort wird weiter fröhlich gruppengereist - und das im Stil von Kolonialherren und -damen.
