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26.02.2008 

Die Namensgebung

Mit der neuen Halle erhielt der Ausstellungsschwerpunkt Büroindustrie auch einen neuen Namen: Cebit - "Centrum der Büro- und Informa­ti­onstechnik". Er hatte sich im Ausstellerbeirat mit knapper Mehrheit ge­genüber der Bezeichnung Cebot - "Centrum für Büro- und Organi­sati­onstechnik" auch deshalb durchgesetzt, weil die zweite Silbe BIT für die kleinste und wichtigste Einheit eines Computers steht und man damit die zuneh­mende Bedeutung der elektronischen Daten­verar­beitung her­vorheben wollte. Tatsächlich drehten sich in den 70er und besonders in den 80er Jahren, als die PC-Hersteller die Hannover Messe stürmten, die meisten Gespräche um Bit und Byte.

Dass sich die DV-Branche aber in immer mehr Teilsegmente mit immer neuen Unternehmen ausdehnen und von zum Teil enormen Wachs­tumsschüben geprägt sein würde, konnte bei der Einweihung der Cebit-Halle 1970 niemand vorausahnen. Schnell waren die Platzka­pazitäten der riesigen Halle 1 erschöpft. Deshalb stellte die Deutsche Messe AG Ende der 70er Jahre den DV-Ausstellern zusätzlich die Hallen 2 und 18 sowie Anfang der 80er Jahre die Halle 3 zur Verfü­gung. Dies war aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Denn im­mer mehr DV- und Soft­ware-Anbieter, ganz zu schweigen von den neu aufkommenden PC-Her­stellern, wollten die Cebit im Rahmen der Hannover Messe als Präsenta­tionsplattform nutzen. Aus dem einstigen "Centrum für Büro- und Infor­mationstechnik" war das "Welt-Centrum für Büro-, Informations- und Kommunikationstechnik" geworden.

Cebit als eigenständige Messe

Dennoch blieb für viele ausstellungswillige DV-Anbieter das Tor zur Cebit verschlossen, weil ihnen die Deutsche Messe AG keine Stand­fläche mehr zur Verfügung stellen konnte. Schon 1980 verzeichnete die Messegesell­schaft für den Bereich Informations- und Kommunika­tionstechnik, der nach Ausstellerzahlen mittlerweile den zweiten Platz nach der Elektro­technik einnahm, den größten Nachfragestau und die längste Warteliste. Auch die Hinzunahme weiterer Hal­len konnte kaum Abhilfe schaffen. Den Wünschen der teilnehmenden Unternehmen nach mehr Ausstel­lungsfläche war nicht mehr nachzu­kommen. Ein Messesplit schien unvermeidlich.

Tatsächlich gab die Deutsche Messe AG im November 1984 bekannt, von 1986 an jährlich eine Hannover Messe Cebit im März und eine Hannover Messe Industrie vier Wochen später im April zu veranstalten. Leicht ge­macht hatte sich die Messegesellschaft diese Entscheidung nicht. Ihr gin­gen monatelange Gespräche mit Vorständen und Ge­schäftsführern der maßgeblichen Ausstellerverbände und der Industrie voraus. Schwer­punkte dieser Diskussionen waren die Einschätzung der Marktsituation und die Abwägung des Risikopotenzials. Die wich­tigste Frage lautete: "Was geschieht, wenn wir nichts tun?"

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Debatte um die Teilung

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