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26.02.2008 

Debatte um die Teilung

1985 stellte die letzte einheitliche Hannover Messe eindrucksvoll unter Beweis, wie nötig die Zellteilung war. Gegenüber 1970 hatte sich die Zahl der IT-Aussteller auf 1 300 verdoppelt, 870 Unternehmen standen auf der Warteliste. Die vermietete Fläche war um das Zwei­einhalbfache auf 130 600 Quadratmeter gestiegen, und gar fast um das Fünffache - auf 293 000 Besucher - hatte die Zahl der Interessenten zugelegt, die sich über das Neueste in diesem Bereich informierten. Mit den zur Han­nover Messe 1985 insgesamt gezählten knapp 7000 Aus­stellern und mehr als 800 000 Besuchern stieß man deutlich an die Kapazitätsgren­zen.

Der Beschluss, die büro-, informations- und kommunikationstechnische Industrie in eine eigenständige Messe auszugliedern, war dennoch kei­nes­wegs unumstritten. Auf der Hannover Messe 1985 avancierte diese Abkoppelung zum Messethema Nummer 1, und in der IT-Bran­che selbst diskutierte man noch bis kurz vor der ersten eigenständigen Cebit vehe­ment über das Für und Wider des Messesplits. Während die Befürworter vor allem die erweiterte Ausstellungsfläche und die besseren Rahmen­bedingungen als Vorteile ins Feld führten, machten die Gegner der Be­fürchtung Luft, dass eine eigenständige Cebit ohne industrielles Umfeld an Attraktivität einbüßen werde.

Die Premiere

So fieberten Aussteller, Besucher und nicht zuletzt die Deutsche Messe AG der Premiere der Solo-Cebit mit großer Spannung, aber auch mit vie­len gemischten Gefühlen entgegen. Am 12. März 1986 war es schließlich soweit: Auf einer Nettofläche von über 200 000 m² prä­sentierten 2142 Aussteller der Büro-, Informations- und Telekommuni­ka­tionstechnik ihre Produkte. In diesem Jahr wurde der Bereich "Tele­kommunikation" erstmals in das Programm der Cebit integriert - damals noch mit "be­scheidenen" 190 Anbietern.

Allen Unkenrufen zum Trotz kam die erste eigenständige Cebit 1986 mit 334 400 Besuchern gut aus den Startlöchern. Trotzdem gingen die De­batten über die Teilung noch einige Jahre weiter, schließlich han­delte es sich dabei um die größte Weichenstellung in der Geschichte der Deut­schen Messe AG und eine der größten Operationen, die im weltweiten Messegeschäft durchgeführt wurde. Zunehmend erhielt die Cebit ihren festen Platz im Terminkalender der Aussteller und Fach­besucher. Die Struktur der Hallenbelegung verbesserte sich durch die ver­stärkte Gliederung nach Branchensegmenten, und die Anord­nung der Produktsortimente wurde übersichtlicher. Die Anbieter wie­derum nutzten die ihnen angebotene Ausstellungsflä­che, vergrößerten ihre Hauptstände und präsentierten sich zunehmend auch in anderen Hallen.

Lesen Sie weiter auf Seite 4: Reprofessionalisierung der Cebit

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