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26.02.2008 

Die Erfolgsstory

In der Folge entwickelte sich die Cebit zur wichtigsten IT-Messe des Jahres. Die Zahl der Aussteller legte genauso kontinuierlich zu wie die der Be­sucher, die sich selbst durch unerwartete Wetterkapriolen vom Gang über die Messe nicht abhalten ließen. Als 1987 zwei Tage vor Beginn der Cebit die niedersächsische Landeshauptstadt nach einem überra­schenden Schneesturm in einer über einen Meter hohen weißen Pracht zu versinken drohte, und die Messe nur aufgrund des unermüdlichen Einsatzes zahlrei­cher Helfer pünktlich starten konnte, fanden sich im Laufe der achttägi­gen "SchneeBIT", wie sie fortan hieß, 406 474 Besu­cher ein.

Mit dem Beginn der 90er Jahre hatte die Cebit endgültig den Durch­bruch im internationalen Messegeschäft geschafft. Obwohl die IT-In­du­strie zunehmend in eine schwere Rezession geriet und zugleich zahlreiche traditionelle Universalanbieter intern mit gravierenden Um­wälzungen zu kämpfen hatten, fanden sich alle jährlich in Hannover ein. DV-Strategien wie Client-Server-Computing, Outsourcing und Data Ware­housing machten von sich reden, moderne Netzwerk­technologien hiel­ten Einzug, und Multimedia sowie Internet zogen zu­nehmend auch wie­der das Schaupublikum an.

Es wurde immer enger auf dem mittlerweile komplett genutzten Messe­gelände. Die Flächenkapazität des Messegeländes reichte Jahr für Jahr weniger aus, obwohl die Deutsche Messe AG begann, alte Hallen abzu­reißen und durch neue, moderne zu ersetzen. Auch die Warteliste der Un­ternehmen, die mangels Platz nicht teilnehmen konnten, stieg wieder an. Die Hallen waren überfüllt, und das fachliche Gespräch mit dem IT-Profi war kaum mehr möglich. So ging die Cebit 1995 mit 6111 Ausstellern und 755 326 Besuchern, davon mehr als 100 000 aus dem Ausland, zwar als "Mega-Cebit" in die Geschichte des Messewesens ein, doch ange­sichts der wachsenden Be­geisterung des Privatpublikums drohte der Fachcharakter der Cebit verlo­ren zu gehen. Rund 218 000 Privatleute wurden 1995 gezählt - das waren etwa 29 Prozent der Gesamtbesucher­zahl.

Reprofessionalisierung der Cebit

Um den Business-Charakter der Cebit aufrecht zu erhalten, sollte sie "reprofessionalisiert" und der Anteil der Privatbesucher verringert werden. Eine Maßnahme war die deutliche Erhöhung der Ein­trittspreise ab der Cebit 1996. Ein weite­res Novum stellte die Reduzierung der Veranstal­tungs­dauer auf sieben Tage dar, womit die Deutsche Messe AG den Wün­schen der Aussteller nachkam. Darüber hinaus kündigte die Messegesellschaft an, ab August 1996 alle zwei Jahre eine weitere Cebit für den Handel, den SOHO-Bereich (Small Office / Home Office) und die privaten PC-, Multimedia- und Internet-Konsumenten zu veranstalten: die Cebit Home - World of Home and Consumer Electronics.

Die erste Cebit Home wurde 1996 mit 632 Ausstellern auf einer Fläche von 52 248 Quadratmetern durchgeführt. Sie erreichte rund 215 000 Besucher. 1998 waren 586 Aussteller auf 48 370 Quadratmetern vertreten. Die Besucherzahl lag bei 175 000. Die Cebit Home 2000, die wegen der in Hannover stattfindenden EXPO 2000 in Leipzig durchgeführt werden sollte, wurde aufgrund einer zu geringen Ausstellerbeteiligung abgesagt.

Der Anteil der Privatbe­sucher der Cebit hat sich seit 1996 deutlich verringert und liegt mittlerweile bei etwa 15 Prozent. Entsprechend stieg der Fachbesucheranteil auf 85 Prozent.

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