Die Konkurrenten sind schon einen Schritt voraus
Microsoft

Xbox 360 Die Xbox 360 ist eine Konsole für Videospiele mit Internet- und PC-Anschluss. Die
Microsoft-Online
-Plattform
Xbox Live verfügt in Deutschland seit Dezember 2007 über einen Online-Videoshop. Filme in TV-Qualität kosten zwischen 3 und 4,50 Euro, abhängig von ihrem Alter. Der Preis für Clips in hoch auflösender Qualität liegen zwischen 4,50 und 6,40 Euro Gebühr. Die Filme bleiben 14 Tage auf der Festplatte. Die Mieter müssen sie nach dem ersten Anspielen innerhalb von 24 Stunden zu Ende schauen. Derzeit sind 60 Filme im Angebot, darunter auch aktuelle Kinoerfolge wie "300". Die Zahl soll sich nach Aussagen von
Microsoft
-Sprecher
Felix Petzel bald erhöhen. Während es in den USA einen Kauf-Shop für TV-Serien bereits gibt, plant das Unternehmen dies in Deutschland erst in einem zweiten Schritt. In Verbindung mit einem Computer mit dem
Microsoft
-Betriebssystem
Windows fungiert die Xbox 360 auch als Media-Erweiterungsbox. Über das Windows Media Center lassen sich Fotos, Musik- oder Videoclips von der Festplatte auf den Fernseher übertragen. Anwender können Musik-CDs allerdings auch ohne PC "rippen", also auf die Festplatte der Xbox überspielen. Fotos lassen sich mit einer Daten-DVD oder einem USB-Anschluss per Digitalkamera oder Datenstick aufspielen. Wie bei
Apple
TV können die Nutzer die Mediadaten über Wiedergabelisten steuern, Diaschauen können sie mit Musik unterlegen. In Verbindung mit einer TV-Karte im PC ist über die Xbox - anders als bei
Apple
TV - auch ein normaler Fernseh-Empfang möglich, mit einem integrierten EPG ("Elektronischer Programm-Guide, eine digitale Fernsehzeitung) und zeitgesteuerter Aufzeichnung auf der Festplatte. Der Vorteil der Xbox 360 ist das eingebaute Laufwerk für DVD-Filme, das sie zu einer vollständigen Spielekonsole macht. Der Nachteil: Sie ist mit 299 Euro relativ teuer. Weil die Xbox und der PC im Media-Center-Betrieb beide eingeschaltet sein müssen, verbraucht sie zudem viel Strom. Außerdem stört das relativ laute Geräusch des Lüfters.
Archos

TV+ Das französische Unternehmen
Archos
ist in Deutschland ein Nischenanbieter. Der
Archos
TV+ speichert bis zu 250 Gigabyte Daten - das sind bis zu 450 Stunden Video - und verfügt über einen eingebauten EPG zur automatischen Programmierung von TV-Aufzeichnungen. Die digitale Fernsehzeitung ist nur im ersten Jahr kostenfrei. Käufer müssen sich zudem einen Web-Browser gesondert hinzukaufen. Die Box (Foto rechts) funktioniert an gängigen Kabel- oder Satellitenanschlüssen, über die sie die Programminformationen bezieht. Inhalte gibt es über ein eigenes Portal zu kaufen, das anders als bei
Apple
oder
Microsoft
die Auswahl aus mehreren Anbietern zulässt. Derzeit sind die Inhalte stark Frankreich-lastig. Aufgezeichnete TV-Sendungen lassen sich auf tragbare
Archos
-Spieler
(vergleichbar mit dem iPod) übertragen. Das Gerät kostet etwa 230 Euro. Die Vorteile: Kaum Laufgeräusche und geringer Platzbedarf. Nachteile: eine nervige Aufpreispolitik und noch wenige Inhalte.
D-Link DSM
330 DivX ist ein Videostandard, der speziell auf Internetnutzer und HD-Qualität zugeschnitten ist. Die D-Link-Box hat keine Festplatte und keinen eigenen Prozessor, funktioniert daher ausschließlich mit einem PC zusammen. Die Menüoberfläche ist intuitiv gestaltet und erinnert stark an Apple
TV. Vorteile: Geräuschlos, mit 180 Euro relativ preisgünstig und HD-fähig. Nachteile: Abhängigkeit von der Leistungsfähigkeit des Computers und ein noch geringes Angebot an Inhalten.