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04.04.2008 

Dieser Trend setzt sich auch beim „Classmate“-PC fort, mit dem Intel die Klassenzimmer der Schulen in den Schwellenländern erobern möchte. Zwar gibt es auch Windows-XP-Varianten des Schul-Laptops. Doch die meisten Abnehmer entscheiden sich für Open-Source-Software wie Mandriva Linux oder Ubuntu. Für die kleineren „Mobile Internet Devices“ organisiert Intel selbst das „Mobile Linux Internet Project“, das den Einsatz von Microsoft-Software überflüssig macht.

Intel möchte das Wachstum des Billig-Segments in der PC-Industrie nicht alleine auf Einfach-Laptops („Netbooks“) und kleinere Internet-Geräte wie das Lenovo MID beschränkt wissen. Auf dem IDF präsentierte der Chipkonzern ein Referenz-Design für einen „Nettop“, einen kompakten Schreibtisch-Rechner, mit dem man gut im Web surfen und hoch auflösende Video-Filme abspielen kann.

Für diese einfachen Anwendungen benötigt man in der Regel nicht die leistungsstarke und teure Hardware, die Microsoft für sein neues Betriebssystem Windows Vista verlangt. Außerdem überlegen sich die Hersteller der Billig-PCs ganz genau, ob sie für ihre Geräte ein kostenloses System wie Linux einsetzen oder einen beträchtlichen Anteil des knapp kalkulierten Verkaufspreises für eine Windows-Lizenz an Microsoft durchreichen.

Um überhaupt bei den Billigrechnern künftig vertreten zu sein, hat Microsoft nun seinem (im Vergleich zu Windows Vista) genügsameren System Windows XP ein neues Leben eingehaucht. Im Umfeld einer Konferenz mit Regierungsvertretern aus Südamerika in Miami kündigte Microsoft an, Windows XP bis zum Sommer 2010 für den Einsatz auf den „Ultra Low-Cost PCs“ auszuliefern. Eigentlich hatte der Softwaregigant den Vertrieb von XP in diesem Sommer einstellen wollen.

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