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14.06.2007 

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...Unternehmenssoftware hinkt der Konzern dagegen hinterher.

Genau da wäre früher wohl jene Software gelandet, die Schnappschüsse in Comics umwandelt. Nun nutzt sie ein chinesisches Startup, um Bilder von Fotohandys zu veredeln. "Je mehr Technologien wir in den Markt bringen, umso besser ist es für das Image von Microsoft", sagt Kühling. So wie in China, wo Kühling oft hinreist, um sich mit Microsoft-Forschern in Peking auszutauschen. "In China sind Microsoft und Bill Gates das große Vorbild", sagt Kühling stolz. Die Diskussion, ob Microsoft ein schwerfälliges Monster ist, langweilt ihn. "Mein Team hat fünf Mitarbeiter, und mit Bürokratie haben wir keinerlei Probleme."

Im Ausnahmefall beteiligt sich Microsoft in Kooperation mit Wagnisfinanzierern sogar an den Startups. Wie bei Wallop, einem sozialen Netzwerk, das der ehemalige Microsoft-Manager Karl Jacob von San Francisco aus hochzieht. Wallop finanziert sich im Gegensatz zu Wettbewerber My-space nicht mit Werbung, sondern dem Verkauf von Designs, mit denen die Nutzer ihre eigene Seite schmucker gestalten können. Eine Software ermittelt, mit welchen andere Wallop-Mitgliedern besonders häufig kommuniziert wird und passt das eigene Netzwerk entsprechend an. Die Technologie stammt aus den Microsoft Labs.

Ebenso wie Launch Tile. Dabei handelt es sich um eine Benutzeroberfläche, die Handys zu Internet-Geräten macht. Oft besuchte Seiten werden als Piktogramme auf dem Bildschirm dargestellt, die mit der Tastatur angewählt werden. Der knappe Platz auf dem Bildschirm wird so optimal genutzt. Auf den Markt bringt die Technologie das Startup ZenZui aus Seattle, an dem sich Microsoft beteiligt hat. Das Londoner Startup Skinkers hat Microsoft wiederum mit Technik für Internet TV versorgt.

Aber was passiert, wenn einer der Pioniere Pleite macht, oder - schlimmer noch - von einem Microsoft-Konkurrenten geschluckt wird? "Das größte Risiko ist, gar nichts zu machen", kontert Kühling.

So sieht es auch Dan’l Lewin. Der 52-jährige Manager mit den silbergrauen Haaren und der Statur eines Sportlers ist Microsofts Botschafter im Silicon Valley. Keine einfache Aufgabe. Microsoft ist, milde ausgedrückt, nicht gerade beliebt im High-Tech-Tal. Ballmer schlug sofort ein, als sich Lewin im Herbst 2000 per E-Mail meldete und vorschlug, das zu ändern. Denn Lewin ist bestens verdrahtet, arbeitete einst bei Apple am Macintosh mit. "Ich habe nicht um Erlaubnis gefragt", so Lewin etwas genervt auf die Frage, wie Jobs auf den Wechsel zu Microsoft reagiert habe.

Lesen Sie weiter auf Seite 6: Lewin geht neue Wege.

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