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14.06.2007 

Im ersten Quartal liefen 60 Prozent aller Smarphones mit Windows Mobile. Lupe

Im ersten Quartal liefen 60 Prozent aller Smarphones mit Windows Mobile.

Wie das Valley tickt, weiß Lewin genau, schließlich hat er in seiner 30-jährigen Karriere auch Startups geführt. Momentan tickt es im Takt von Google, das zeigt, wie man ohne Microsoft-Technologie ein Milliarden-Imperium aufbaut. "Ach ja, Google", sagt Lewin. Er muss nicht an den Internet-Giganten erinnert werden - Google hat sein Hauptquartier direkt vor seiner Nase, auf der Straßenseite gegenüber, errichtet.

Lewin geht neue Wege, knüpft Kontakte mit Wagnisfinanzierern und Startups. "Wir wollen, dass Startups auf Microsoft-Technologie setzen", sagt Lewin. So unterstützt Microsoft mit einer Armada von Beratern Myspace, das momentan populärste soziale Web-2.0-Netzwerk und eine der meistbesuchtesten Internet-Seiten der Welt. Myspace nutzt Datenbank-Software von Microsoft. Und das, obwohl Microsoft mit Spaces einen Myspace-Konkurrenten unterhält und an Wallop beteiligt ist. Es ist eins der Lieblingsbeispiele Lewins: Microsoft hilft sogar den Wettbewerbern. Hauptsache, die setzen auf Microsoft-Technologie.


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Lewins Bemühungen dienen der Imagepolitur von Microsoft - nur dass seine Zielgruppe nicht Endkunden sind, sondern große Unternehmen, ein immer wichtigeres Geschäftsfeld. Bisher bilden Windows und Office das Fundament von Microsofts sagenhaftem Reichtum. In beiden Segmenten erzielte der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr mehr als die Hälfte seines Umsatzes von über 44 Milliarden Dollar sowie rund 80 Prozent des operativen Gewinns. Noch lebt Microsoft im Zeitalter, da Software via CD oder DVD ausgeliefert oder auf dem PC installiert wird. Das wird noch eine Weile so bleiben.

Doch die Zukunft steckt nicht mehr in einem massigen Betriebssystem mit allerlei Zusatzsoftware auf der Computerfestplatte, sondern im Netz - in eleganten Internet-Browsern und im Internet residierenden Programmen wie Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation, die entweder gar nichts oder nur einen Bruchteil von Microsoft Word oder Excel kosten und sich leichter aktualisieren lassen.

Gates und Ballmer haben das schon lange erkannt. Doch wie soll man Microsoft auf ein Geschäftsmodell umstellen, das die Pfründe von Office und Windows schmälert? Wie schafft man die Geldkühe auf die nächste Weide? Bewerkstelligen soll das Ray Ozzie. Im Frühjahr 2005 lockten ihn Gates und Ballmer zu Microsoft. Sie kauften sein Startup Groove Networks und schmückten Ozzie mit dem Titel des Chef-Software-Architekten.

Lesen Sie weiter auf Seite 7: Groove steht im Amerikanischen für Lebensfreude.

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