Privatsphäre wird jenseits des Campus gehütet
Beide Google-Gründer sind unverheiratet, haben aber feste Freundinnen, mit denen sie sich auch zeigen. Aber nur auf dem Campus. Zwei Projektoren werfen im Foyer Bilder von Mitarbeitern an die Wand, meist auf Partys.
Immer wieder sind auch die Gründer zu sehen, Brin an der Seite einer bildhübschen Frau. Ansonsten hüten sie ihre Privatsphäre. Mitarbeiter sind zu strengstem Stillschweigen verpflichtet. Ein Grund, warum die beiden nur widerwillig dem Gang an die Börse zustimmten, war die Furcht um ihre Sicherheit und ihr Privatleben. "Ich will auch noch in Zukunft unerkannt auf Palo Altos University Avenue spazieren gehen", sorgte sich Page.
Gründerpaar trifft alle wichtigen EntscheidungenDas Gründerpaar trifft alle wichtigen Entscheidungen und hat via Aktien mit zehnfachem Stimmrecht dafür gesorgt, dass es auch so bleibt. Vor zehn Jahren amüsierten die Überflieger ihre Stanford-Kommilitonen mit dem Vorhaben, "das Internet herunterzuladen". Eine größenwahnsinnige Idee, wie es schien - damals.
Inzwischen haben sie es fast geschafft: Rund 12 Milliarden Web-Seiten erfasst ihr Computernetz, fast das ganze Internet. Mit über 200 000 Rechnern, in Datenzentren über mehrere Kontinente verteilt, hat Google das größte Netz der Welt. Größer als das der Supermacht USA. Gewiss, die Internetsuche von Google ist nicht perfekt. Aber so akkurat, dass 60 Prozent aller Internetnutzer sie den Konkurrenten Yahoo und Microsoft vorziehen. "Googeln" steht in vielen Sprachen gleichbedeutend für die Suche im Internet.
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