Die beteiligten Unternehmen reagieren damit auf einen klar absehbaren Trend: Die Verbraucher wollen immer und überall Zugang zum Internet haben, egal ob über Laptop oder Handy. Noch ist es teuer, sich in die drahtlosen Netze von Hotels oder Restaurants einzuloggen. Dies ändert sich gerade. So können bei den Kaffeehäusern von Starbucks künftig Besitzer der Kundenkarte des Hauses zwei Stunden täglich gratis surfen. Ähnliche Modelle testen auch Hotelketten.
Ob Clearwires Netz nun den Durchbruch für Wimax bringt? Die Reaktionen auf das Projekt sind gespalten. In so großer Fläche wurde die Technik bisher nicht mal ansatzweise getestet. Und Kritiker rechnen vor, dass die gesamte Investitionssumme zwischen acht und zwölf Mrd. Dollar liegen könne, gleichzeitig aber Clearwire derzeit ein hoch defizitäres Unternehmen ist: Der Verlust im vierten Quartal lag bei 133,8 Mill. Dollar, seit Juli 2007 stürzte die Aktie der Firma von 33 auf 16 Dollar.
"Ich glaube nicht, dass dieses Projekt in den ersten Jahren die Profitabilität erreichen wird", sagt Dan Locke, Analyste bei Pyramid Research. "Es ist nicht klar, wie groß der Markt sein wird", meint Aaron Byrd, Analyst bei Sanford Bernstein: "Zumindest aber könnte Wimax auf dem Land und in Vorstädten zur Alternative zu DSL werden und würde damit die Reichweite der beteiligten Kabelfirmen erweitern."
Andere Branchenkenner sehen die Zukunft des Konsortiums positiver. Zum Beispiel Yuanzhe Cai von der Beratung Parks Associates. Bereits 2012 werde Wimax einen weltweiten Marktanteil von acht Prozent oder rund 90 Mill. an den Abonnenten mobiler Datendienste erreichen: "Die zunehmende Verfügbarkeit von Bandbreite weltweit wird Wimax von einem Nischenprodukt zu einer interessanten Alternative für Telekombetreiber machen."
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