GPRS, Edge, UMTS
Datenprotokolle für das Surfen mit dem Handy der zweiten (GPRS), "2,5." (Edge) und dritten Generation (UMTS). Mit maximal 384 Kilobit pro Sekunde reichen sie für einfache Dienste wie E-Mail und Videos im Briefmarkenformat. Für diese langsamen Standards entstanden optimierte Dienste. Der wohl bekannteste: Blackberry. Der Trick: Inhalte wie E-Mails, Texte oder Präsentationen werden vor der Übertragung "kleingerechnet". Auch Apples iPhone setzt auf das langsame Edge auf - weil der größte Kunde AT&T
kein UMTS hat. Für das Surfen mit Laptops im normalen Internet haben sich diese Mobilfunk-Standards nie wirklich durchgesetzt.
Wlan, Wimax
Wimax oder "Worldwide Interoperability for Microwave Access", ist die Weiterentwicklung des verbreiteten "Wlan", das in seiner Variante 802.11n theoretisch bis zu 300 Megabit pro Sekunde ermöglicht. Wlan-Funkzellen sind in der Heimvernetzung oder Internetcafes beliebt. Sie haben wenige hundert Meter Reichweite. Wimax schafft maximal rund 100 Megabit pro Sekunde. Wimax-Zellen haben bei optimalen Verhältnissen aber Reichweiten bis zu 50 Kilometern. Dadurch müssen weniger Sendestationen betrieben werden, und erstmals wird eine flächendeckende, landesweite Verbreitung denkbar. Erste Wimax-Installationen gibt es in Deutschland seit 2006.
HSPA+, LTE
Heute ermöglichen UMTS-Netze mit "HSPA" Datentransferraten bis 7,2 Megabit pro Sekunde durch die Luft. Das ist schneller als ein DSL 6 000-Anschluss über Kupferkabel. Vodafone will Ende 2008 "HSPA+" mit bis zu 14,4 Megabit pro Sekunde starten. Die Zukunft ("4G") soll LTE heißen, "Long Term Evolution". Auf der Cebit 2008 zeigten Ericsson und T-Mobile einen Testaufbau, der mit bis zu 170 Megabit pro Sekunde hochauflösende TV-Signale übertragen kann. LTE wird nicht vor 2010 eingeführt. Eine technische Besonderheit hemmt die Entwicklung der Mobilnetze insgesamt: Die Faustregel lautet: Je größer die Geschwindigkeit, desto kleiner wird die Zelle. Das treibt Investitionen und Kosten in die Höhe.

