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05.01.2009 
Music Finder

Digitale Helfer suchen Musik und Filme

von Chris Löwer

Hunderte Fernsehkanäle, unzählige Internet-Videos und täglich neue Musik – vor dieser Flut kapituliert mancher Nutzer. Das muss nicht sein. Mit dem passenden digitalen Assistenten lässt sich das oft unübersichtliche Angebot in den Griff bekommen.

Digitale Assistenten helfen bei der Orientierung im Web. Foto: apLupe

Digitale Assistenten helfen bei der Orientierung im Web. Foto: ap

BERLIN. „Das Problem besteht nicht darin, an Filme und Musik heranzukommen, sondern das Richtige aus dem großen Angebot auszuwählen“, sagt Karlheinz Brandenburg, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT in Ilmenau. Der MP3-Erfinder weiß das aus leidvoller Erfahrung: Er selber hat seine umfangreiche CD-Sammlung noch immer nicht vollständig digitalisiert und trotzdem einen prallvollen MP3-Player. Da geht schnell der Überblick verloren. Wohl auch deshalb hat er und sein Team einen Musik-Finder entwickelt, der automatisch Titel zusammengestellt, die der gegenwärtigen Gemütsverfassung entsprechen.

„Es ist fast so, als ob Ihr MP3-Spieler wüsste, welche Musik Sie gerade bevorzugen. Sie müssen ihm nur mit einem Beispieltitel sagen, wie Sie gerade gelaunt sind“, erklärt Brandenburg. Und schon macht sich der „Digital Music Finder“ an die Arbeit. Ein Klick, etwas Geduld, und die Playlist steht. Dazu wird vorher eine Art musikalischer Fingerabdruck von jedem Stück erstellt, der Informationen über Genre, Stimmung, Melodieführung und Takt enthält. Das geschieht im Gegensatz zu anderen Lösungen automatisch. Nachdem die Musiksammlung analysiert und kategorisiert worden ist, genügt ein Klick auf den Button „Ähnliche Titel finden“.

Das funktioniert nicht nur beim heimischen Musikarchiv, sondern auch bei Online-Musikportalen. „Wer weiß schon immer, was sich hinter einem Titel oder Interpreten verbirgt?“ kennt Brandenburg die Schwierigkeit. So gesehen übernimmt der Finder den Job, den früher der Schallplattenhändler des Vertrauens erledigte. Die Fraunhofer-Lösung wird inzwischen von Magix unter dem Namen Mufin, wie MusicFinder, vertrieben.

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