Gerade neun Monate nach seinem ersten Interview als Elektrischer Reporter für Handelsblatt.com wird Mario Sixtus erneut geehrt. Für seine Arbeit als Journalist und Video-Blogger erhält er die wichtigste Auszeichnung der deutschen Online-Branche: den Grimme Online Award 2007. Sixtus wird der Preis in der Kategorie „Wissen und Bildung“ verliehen.
rje DÜSSELDORF. Nach dem Podcast Award und dem Lead Award in Silber ist das schon die dritte Auszeichnung in diesem Jahr für publizistische Qualität und Substanz im Onlinejournalismus, die Mario Sixtus entgegennehmen darf . Wir freuen und bedanken uns.
Die Sieger des siebten Grimme Online Awards stehen in diesem Jahr bereits vorzeitig fest. Durch eine technische Panne beim Grimme Institut sind die Preisträger bereits in der Nacht von Montag auf Dienstag vorab bekannt geworden, die offizielle Preisverleihung findet erst am Mittwochabend in Köln statt.
Aus insgesamt 23 Nominierungen ermittelte die Jury sechs Preisträger-Websites in den drei Kategorien Information, Kultur und Unterhaltung sowie Wissen und Bildung. Die Juroren betonten die herausragende Qualität des kommunikativen und interaktiven Angebots bei den prämierten Netzseiten.
Video-Blog: Der „Elektrische Reporter“ Mario Sixtus berichtet aus der Online-Welt
Die Integration von Videos im Internet sei inzwischen selbstverständlich, so die Jury, trotzdem durchlaufe diese Medienform aus Sicht der Juroren noch „eine Findungsphase“; das passende redaktionelle Format werde häufig noch gesucht. Der „Elektrische Reporter“ von Mario Sixtus habe es bereits erfolgreich gefunden, urteilt die Jury und wird deshalb als einziges Angebot mit dem Grimme Online Award in der Kategorie „Wissen und Bildung“ ausgezeichnet.
In der Begründung heißt es: „Der Elektrische Reporter zeigt beispielhaft, in welche Richtung sich Online-Videoformate im glücklichsten Fall entwickeln können. Mario Sixtus ist nicht nur Redakteur und Moderator, sondern auch Kameramann und Cutter der oft hervorragenden Beiträge mit unverwechselbarem Stil. Immer wieder gelingen dem journalistischen Einhandsegler erleuchtende Gespräche mit dem tonangebenden Personal der Elektrosphäre – und das zumeist im Wochenrhythmus. Was im klassischen Fernsehen nicht funktioniert, schafft im Netz Unverwechselbares.“
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Start als journalistisches Experiment
Was laut Konzeptpapier als „innovativ-journalistisches Experiment“ begann hat sich seit seinem Start im September 2006 innerhalb kurzer Zeit zu einem mehrfach ausgezeichneten professionellen Video-Format im Web entwickelt. Die Idee des Elektrischen Reporters ist es, sich vom typischen Fernsehinfo-Schnipsel zu lösen und in einem Interviewformat den Gesprächspartnern ausreichend Zeit für die Darstellung ihrer Ideen zu geben.
Der thematische Fokus liegt auf dem Internet und dessen gegenwärtigen und zukünftigen Auswirkungen auf Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft. In den bisher erschienen 32 Folgen kamen Autoren wie Peter Glaser, Vordenker wie der US-Rechtsprofessor Lawrence Lessig und Web-Pioniere wie der Wikipedia-Gründer Jimmy Wales zu Wort.
Gerne nutzt der Elektrische Reporter das dabei erworbene Wissen auch selbst für die Weiterentwicklung des eigenen Video-Weblogs. So wurde beispielsweise nach dem Interview mit Roger Fischer, dem Geschäftsführer der schweizer Kaywa AG, der Kaywa-Reader als letzte technische Neuerung eingebunden. Mittels eines Barcodes können nun die Nutzer die Videos direkt für ihr Handy abonnieren.
Handelsblatt-Video: Tagesgeschehen im Blick – hier bewegt sich was!
Der eigentliche Erfolg des Elektrischen Reporters sind aber nicht die Auszeichnungen, sondern der Erfolg bei den Nutzern. Mehr als 2500 Videos werden jeden Tag heruntergeladen. Dabei werden die Filme nicht nur über das eigene Video-Weblog verbreitet, was auch die Jury lobend erwähnt: „Der Elektrische Reporter wird vorbildlich aufbereitet: Er sendet nicht nur unter seiner eigenen Domain, sondern auch über die „angeschlossenen Funkhäuser“ von Sevenload bis Youtube. Ein ganzes Spektrum von Video- und Audiofeeds lässt sich zudem abonnieren.“
Für die Zukunft hofft Mario Sixtus, dass sein Beispiel Schule macht: "Günstige, digitale Videoproduktionstechnik, kombiniert mit den vielfältigen Distributionsmechanismen des Netzes, bieten dem Journalismus vollig neue Chancen der Informations- und Wissensvermittlung. Ich würde mich freuen, wenn Online-Redaktionen und journalistische Einzelkämpfer dieses Feld verstärkt experimentell erkunden würden, anstatt einfach nur Fernsehnachrichten im Web zu replizieren."
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Die Preisträger des Grimme Online Award 2007 auf einen Blick:
Kategorie Information
- Fudder – Neuigkeiten aus Freiburg; » fudder.de
- Stefan-Niggemeier-Blog; » www.stefan-niggemeier.de/blog
- Tagesschau-Blog; » blog.tagesschau.de
Kategorie Wissen und Bildung
- Elektrischer Reporter; » www.elektrischer-reporter.de
Kategorie Kultur und Unterhaltung
- Nach 100 Jahren; » www.nach100jahren.de
- Polylog.tv; » www.polylog.tv
Publikumspreis
- hausgemacht.tv; » www.hausgemacht.tv

