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10.08.2007 
Instant Messaging

Gedankenaustausch per Computer

von L. Reppesgaard und M. Bialluch

Im Freizeit-Sektor hat Instant Messaging schon eine längere Tradition. Jetzt erobert die Technik der blitzschnellen Kommunikation auch die Unternehmen. Immer öfter werden die Programme genutzt, um Kollegen kurze Textnachrichten auf den Schreibtisch-Monitor zu schicken.

Instant Messaging ist die flinke Alternative zu Telefon, Hauspost und E-Mail. Foto: apLupe

Instant Messaging ist die flinke Alternative zu Telefon, Hauspost und E-Mail. Foto: ap

HAMBURG. Beim Instant Messaging müssen die Nachrichten nicht wie E-Mails von einem Server abgerufen werden, sondern werden aktiv auf den Computer des Empfängers geleitet, der sie über ein kleines Bildschirmfenster lesen kann. Weiterer Vorteil: Da die meisten Instant-Messenger mit Adressbüchern verzahnt sind und zeigen sie an, ob der jeweilige Kollege im Moment anwesend und ansprechbar ist oder nicht.

Nach einer aktuellen Einschätzung der Marktforschungs-Firma Gartner steht die IM-Technik in der Geschäftswelt vor dem Durchbruch – als flinke Alternative zu Telefon, Hauspost und E-Mail. Etwa jedes vierte Unternehmen setze bereits IM-Lösungen ein. In einigen Firmen habe das Medium schon eine ähnliche Bedeutung wie Telefon oder E-Mail. Und sie könnte diese sogar in den nächsten vier Jahren übertreffen. „Die E-Mail war nie für knappe Konversationen in Echtzeit ausgelegt, sondern für die Übermittlung von detaillierteren und weniger vergänglichen Inhalten“, sagt Gartner-Analyst David Mario Smith.

Instant Messaging hat im Freizeit-Sektor schon eine längere Tradition: Vor allem junge Leute nutzen sie seit Jahren, um im Freundeskreis via Internet in Kontakt zu bleiben. Lange hat es gedauert, bis Unternehmen die Vorteile von Chatprogrammen für die interne Kommunikation entdeckt haben. Für die Firmenwelt haben Anbieter eigene IM-Systeme kreiert – sogenannte Enterprise Instant Messaging-Lösungen. Sie werden aus Sicherheitsgründen zentral auf einem Unternehmensserver verwaltet.


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„Das Enterprise Instant Messaging boomt“, sagt Wolfgang Funk, Analyst der Experton Group in Ismaning. Vor allem IBM mit seinem IM-Client Lotus Sametime und der Live Communications Server von Microsoft punkten in diesem Markt. Auch Siemens hat eine professionelle IM-Lösung in die Kommunikationsplattform Open-Scape integriert.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Weltkonzerne und kleine High-Tech-Firmen gehören zu den fleißigsten Profianwendern.

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