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12.01.2007 
Europäisches Navigationssystem

Hessische Firmen präsentieren erste Geschäftsideen für Galileo

Das geplante europäische Navigationssystem Galileo, das ab 2011 Positionen auf der Erde metergenau erfassbar machen wird, soll weit über die Verkehrsanwendung hinaus nutzbar gemacht werden.

HB DARMSTADT. Das Centrum für Satellitennavigation Hessen (Cesah) hat dazu am Donnerstag im Darmstädter Esa-Satellitenkontrollzentrum erste vielversprechende Anwendungen vorgestellt. Dazu gehört eine satellitengestützte Flutwarnung, ein interaktiver Reiseführer für die documenta in Kassel sowie eine Softwareplattform zur Erfassung und zum Austausch von Geodaten auf mobilen Endgeräten. Die Anwendungen manchen sich zu Nutze, dass das Galileo-System um ein Vielfaches genauer ist als das derzeit nutzbare amerikanische Global Positioning System (GPS).

So hat die Darmstädter Firma Eeta_max space den Prototypen des so genannten "G-WaLe-Systems" (Galileo Supported Measurement of Water Level) vorgestellt, das in Flut gefährdeten Gebieten vor steigenden Wasserpegeln warnen soll. Das System verfügt über eine Reihe von mobilen, schwimmenden Galileo-Empfängern, mit denen Abweichungen des Wasserpegels erfasst werden können. Sobald der Wasserpegel kritisch wird, alarmiert das System die zuständigen Stellen und kann sogar betroffene Anwohner direkt warnen.

Die in Frankfurt ansässige Medienagentur "Five for you" (54U) kreierte das mobile Reiseinformationssystem "Satelles" in Zusammenarbeit mit dem Darmstädter Fraunhofer-Institut IDG und Messtechnikhersteller Vega. Das System kombiniert Galileo-Daten mit Informationen aus dem Internet und ermöglicht eine interaktive ortsbasierte Führung.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Bereits auf der kommenden Documenta soll das System als interaktiver Ausstellungsführer getestet werden.

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