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01.04.2006 

Von Schanghai war Fogg nach Yokohama gereist. Wer mit Google Earth über Japan fliegt, fühlt sich aber zunächst von Tokio angezogen, denn der Blick bleibt an einem orangefarbenen Punkt hängen. Wir springen heran und stehen plötzlich vor dem Kaiserpalast. Wer Zeit dafür hat, klickt auf einen Reiselink .

Ein paar Mausklicks später stürzt der Zoom auf das quadratische Straßenmuster von San Francisco. Häuser mit Vorgärten und schließlich die Hafenpromenade Fishermen's Wharf . Es gibt fast zu viel zu gucken, als dass man alles mit bloßem Auge wahrnehmen könnte. Die Golden-Gate-Brücke ist kaum zu finden.

Dafür erscheinen jede Menge Hotels und Restaurants. San Francisco vermittelt eine Idee davon, wo die Google-Gemeinde zu Hause ist: Hier hat sich der Macher wirklich Mühe gegeben – aber was für ein Durcheinander!

Der Romanheld reiste von hier aus nach New York. Ein Abstecher zum Grand Canyon liegt auf dem Weg nach Osten. Dem hätte Mister Fogg auch nicht widerstehen können, wenn er die Möglichkeiten von heute gehabt hätte.

Wie eine braune Suppe schlängelt sich der Colorado durch die rote Felslandschaft. Der Weltgoogler gleitet durch den Canyon, als säße er im Hubschrauber. Ruby Canyon, Monadnock Amphitheater, Emerald Canyon. Ein Doppelklick, und er fühlt sich so dicht an der Schlucht, als ginge er zu Fuß. Wer braucht da noch ein Netz-Foto? New York ist dagegen leider kein Bringer. Wer sich auf einen Flug zwischen den Häuserfluchten gefreut hat, sieht Legoland. Die Autos sind echt, aber statt der Häuser stehen hier nur Modelle. Auch die Suche nach einer Kamera ist ein Problem: Es gibt Hunderte. Das Herunterladen dauert ewig, und der Computer beginnt zu stöhnen unter der Last der 11 000 Megabyte des Google-Earth-Systems und der vielen Live-Bilder.

Zurück in London, schwebt der Heimkehrer auf die Nelsonsäule zu. Unten umrunden die roten Busse den Trafalgar Square. Und wo bitte geht's zum nächsten Pub?

Es ist nicht leicht, die Welt in 80 Minuten abzuklappern. Allzu gern verzetteln wir uns.

Phileas Fogg wäre das auch fast passiert. Er hatte schon geglaubt, seine Wette verloren zu haben. Weil er aber die Erde Richtung Osten umrundete, wurde ihm am Ende ein Tag geschenkt. Damit darf der Weltgoogler leider nicht rechnen.

Mit dem Rechner ranspringen Die Reise um die Welt ist zu finden unter http://Earth.Google.com oder bei www.last-minute.de/google_ earth.html Weiterführende Verbindungen befinden sich in den Stadtplänen. An einigen Orten sind Netzkameras markiert. Sie sind auch zu finden unter: www.globocam.com www.camcentral.com www.truelookcams.com www.netcamera.de. Für nicht aktualisierte Fassaden-Fotos aus Frankreich und Spanien: http://photos.pagesjaunes.fr
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