Die Stiftung Warentest hat jüngst eine ganze Reihe von tragbaren Navis unter die Lupe genommen. Das Resultat: „Die meisten Geräte führen den Autofahrer sicher und zuverlässig zum gewünschten Ziel.“ Nach Ansicht der Prüfer lohnt es sich aber durchaus, etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Denn Testsieger wurde das teuerste Gerät, das Tomtom Go 720 T für 535 Euro. Der Grund für den Erfolg: „Beste Handhabung, umfangreiche Ausstattung.“
Allerdings sind auch die neueren Navigationsgeräte nicht perfekt. Im Gegenteil, sie haben noch viele Schwächen. Fußgängern helfen sie zum Beispiel nur bedingt weiter. „In den Karten fehlen noch viele Fußwege“, sagt Hans-Jörg Lindner vom niederländischen Kartenanbieter Tele Atlas. Doch das soll sich bald ändern, denn die Datensammler erfassen inzwischen auch Grünflächen und Fußgängerzonen. Sogar Freizeitparks, große Hotelanlagen und Golfplätze werden zunehmend aufgenommen. „Fußgänger sind eine interessante Zielgruppe“, betont Lindner.
Und noch einen Nachteil haben die Navis: Sie berechnen ihre Routen heute noch oft, ohne die Verkehrssituation zu berücksichtigen. Viele Geräte werden zwar schon mit den im Radio verfügbaren Staumeldungen gefüttert. Doch ob es sich lohnt, die Autobahn zu verlassen und Bundesstraßen zu nehmen, das wissen die Geräte heute noch nicht.
Doch auch dafür soll es bald eine Lösung geben. So hat Navteq eine US-Firma gekauft, die Straßen-Statistiken führt. Das Unternehmen weiß beispielsweise, wie voll die Straßen in der Regel zu bestimmten Uhrzeiten und an bestimmten Tagen sind. Diese Angaben sollen die Minirechner bald für ihre Routenberechung nutzen.
Tomtom und seine Partner gehen noch einen Schritt weiter. Eine Software erfasst, wie sich Mobiltelefone bewegen. Das soll helfen, schnell und zuverlässig zu erkennen, wo die Straßen verstopft sind. Diese Informationen werden dann an die Fahrzeuge übermittelt. Die Autofahrer können nun alternative Strecken wählen. Zudem wird berechnet, wie sich die Fahrzeit verändert.


