01.04.2005

Potsdamer Forscher setzen auf Grid-Technologie: Internet-Plattform verknüpft Software

An einer neuen Internetplattform, die verschiedenste Software-Funktionen miteinander verknüpft, arbeitet das Hasso-Plattner-Instituts (HPI) in Potsdam.

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lex POTSDAM. Mit dem System soll beispielsweise die Bordelektronik eines Autos selbstständig einen Schaden per Mobilfunk an die nächstgelegene Werkstatt melden. Der Fahrer wird von seinem Navigationssystem dann automatisch dorthin geführt und erfährt, dass der Werkstatt-Computer das benötigte Ersatzteil bereits übers Internet bestellt und die Reparatur in den Arbeitsablauf eingeplant hat. Später bucht das Abrechnungsprogramm die Reparatur-Kosten vom Kreditkartenkonto des Fahrers ab.

„Wir wollen zwei Informationstechnologie-Welten miteinander verknüpfen, die bisher so gut wie keine Berührungspunkte haben“, erläutert Projektleiter Mathias Weske. Es gehe vor allem darum, für Geschäftsprozesse, die viele Informationen und viel Wissen benötigen, das „Semantic Web“ zu erschließen. Um die damit verbundenen aufwendigen Berechnungsaufgaben lösen zu können, müssen innerhalb von Netzwerken Computer nach dem Grid-Prinzip zusammengeschaltet werden. „Im Semantic Web wird ein Inhalt mit einer präzise definierten Bedeutung versehen, die ein Computer verstehen und interpretieren kann. Durch diese Erweiterung des World Wide Web wird der Mensch künftig in der Lage sein, effizienter mit dem Rechner zu kommunizieren“, sagt Prof. Weske. Kombiniert werden die beiden Welten der Semantic Web Services und des Grid Computing durch eine offene, anpassungsfähige Softwareentwicklungs-Plattform mit dem Namen „Adaptive Services Grid“.

Wirtschaftlich besonders interessante Anwendungen für eine derartig flexible Software-Plattform gibt es nicht nur in der Verkehrstelematik, sondern beispielsweise auch in der Telekommunikation. So soll künftig der Aufenthaltsort von Personen, mit denen man per Mobiltelefon verbunden ist, im Display angezeigt werden können.

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