Neben Bluetooth-, USB- und anderen Schnittstellen gibt es zudem eine neue Software-Architektur, die sämtliche Dienstprogramme externer Geräte automatisch der fahrzeugeigenen Software anpasst. Nach einmaligem synchronisieren werden sie jederzeit wieder erkannt. Die Technik steht und soll in den kommenden Jahren in Serie gehen, so Appold.
„Angesichts des immer stärkeren Vordringens von Multimediafunktionen aus der Unterhaltungselektronik ins Auto, ist Integration ein zentrales Schlagwort“, sagt auch Carsten Titt, Sprecher des Zulieferers Delphi. Daher komme es auf eine offene und flexible Systemkonfiguration an, durch die alle denkbaren Formen der Unterhaltungs- und Kommunikationstechnik im Auto genutzt werden können.
Damit Kommunikations- und Multimedia-Dienste auch unter widrigen Umständen unterwegs empfangen werden können, wird Delphi auf der IAA mit seiner Tochter Fuba Reception System eine Technik vorstellen, bei der mehrere Antennen an den Scheiben und der Karosserie installiert und mit einem Verstärker verknüpft sind. Eine Software wählt automatisch das beste Audio- und Videosignal aus. Einer der ersten Fahrzeughersteller, die auf diese Technik setzen, ist BMW.
Eine zentrale Rolle spielt auch das Handy. Um die Musik- und Videosammlung des Telefons an die Wiedergabesysteme im Auto andocken zu können, bieten Mobiltelefonhersteller wie Sony Ericsson oder Motorola Bluetooth-Car-Kits an. Umgekehrt bereitet Blaupunkt mit seinem neuen Radio Hamburg MP57 per USB-Schnittstelle den Weg, um externe Musikspeicher anzuzapfen. Über den „Aux-in“-Eingang können auch Titellisten eingespielt werden. Über die Bluetooth-Schnittstelle kann das Radio auch als Freisprecheinrichtung genutzt werden, wobei Anrufe sogar sprachgesteuert angenommen werden können. Über die Schnittstelle „Audio-Streaming“ ist die Integration von MP3-Player, Handy oder iPod direkt ins Soundsystem des Fahrzeugs möglich.
Für eine künftige Erstausrüstung von Autos mit Infotainment ist Blaupunkt zudem der Frage nachgegangen, wie sich Kommunikationstechniken, Telematik, Unterhaltungselektronik und mobile Geräte sowie deren Inhalte am besten im Auto miteinander verbinden lassen. Die Studie, die zur IAA vorgestellt wird, zeigt, wie so ein umfassendes und intuitiv zu bedienendes System aussehen kann. Denn letztlich dürfe bei allen Ideen zum automobilen Entertainments eines nicht vergessen werden, sagt Siedler: „Die Sicherheit und Bedienbarkeit darf nicht auf der Strecke bleiben.“

