Die Elektronikwelt wächst immer weiter zusammen. Aus Handys schallt Musik, die Stereoanlage spielt die Foto-CD ab. Um diese Kunststücke zu beherrschen, bedarf es aber ausgeklügelter Elektronik. Es hat sich eine sehr aktive Zulieferindustrie entwickelt mit Chips für alle Multimedia-Lagen.
MÜNCHEN. Apple neues Handytelefon iPhone hat es noch einmal gezeigt: Multimedia ist in. Nicht nur im Wohnzimmerschrank, wo sich die Stereoanlagen langsam zu einer digitale Medienmaschine mausert. Mit MP3-Spieler und TV hat Multimedia seinen Einzug auch in unsere tragbaren Telefone gehalten.
Die technische Herausforderung liegt in erster Linie bei einer hohen Ton- oder Bildqualität für das Telefonieren im Internet oder das Empfangen von Videosequenzen auf tragbaren Geräten. Auge und Ohr sind sehr empfindlich.
Um die notwendige hohe Qualität zu gewährleisten, müssen besondere Techniken eingesetzt werden. Diese Funktionen auf den kleinen Raum eines Handys oder eines anderen Handgerätes zu bündeln, ist die Herausforderung. Winzige Chips sind die Lösung. Diese Chips werden mittlerweile von Spezialisten unter den Halbleiterherstellern geliefert.
Bildergalerie: Die neuartige Benutzeroberfläche des Apple iPhone
Als bedeutende Hersteller für Prozessoren, die in Handys oder Geräten der Verbraucherelektronik eingesetzt werden, gelten die drei US-Unternehmen Texas Instruments, Broadcom und Qualcomm. Diese arbeiten mit Zulieferern zusammen, die sich auf wichtige Teilbereiche wie die Qualität von Video- oder Audiosignalen spezialisiert haben.
Gut sehen und hören
Als bekanntester Vertreter dieser Gruppe gilt derzeit die Firma Marvell Technology mit Sitz im kalifornischen Santa Clara. Das junge Unternehmen hatte im vergangenen Jahr Aufsehen erregt, als die kleine Firma die Kommunikationschip-Linie des mächtigen Prozessorherstellers Intel übernomen hat. Auf der Elektronikmesse CES Anfang Januar in Las Vegas glänzte Marvell mit der Vorstellung eines Zweikanal-Videoformatkonverters für Blu-Ray- und HD-DVD-Player, digitale Fernsehgeräte und sonstige Heimkinogeräte. Der Chip konvertiert Computergrafiken und digitale Videoeingangsignale in normaler oder hochauflösender Qualität in HD-Ausgangssignale (HD = High Definition = hochauflösend). Große Stückzahlen sind für den Sommer 2007 geplant.
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