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25.07.2005 
IBM-Software erlaubt schnelle Texteingabe für Handys und PDAs

Kurzschrift für Mini-Monitore

von Gala Conrad und Rudi Kulzer

Forscher des IBM Almaden Research Center haben eine neue Methode erfunden, Texte mit kleinen mobilen Geräten einzugeben. Dabei arbeiten sie mit einer virtuellen Tastatur, auf der sie rasch Zeichenfolgen markieren können.

Shumin Zhai hat am IBM Almaden Research Center die Software Shark entwickelt.Lupe

Shumin Zhai hat am IBM Almaden Research Center die Software Shark entwickelt.

HB ALMADEN. Die Menschheit hat in ihrer langen Geschichte nur zwei Methoden erfunden, einen Text zu Papier zu bringen. Sie schreiben entweder mit der Hand oder geben - seit der Erfindung der Schreibmaschine - Wörter und Sätze mit Hilfe einer Tastatur ein. Von dort haben die Keyboards, wie Tastaturen auf Englisch heißen, ihren Weg in Computer oder Persönliche Digitale Assistenten (PDA) gefunden. Nun scheint der IBM-Wissenschaftler Shumin Zhai aus dem Forschungszentrum in Almaden einen weiteren Weg gefunden zu haben. "Shark" nennt er seine Methode. Doch der Ausdruck hat nichts mit einem Hai oder der bekannten Eishockey Mannschaft in San Jose Kalifornien zu tun. Die Abkürzung steht vielmehr für den amerikanischen Ausdruck "Shorthanded Rapid Keyboarding", was man sinngemäß mit "kurzschriftunterstützte schnelle Tastatureingabe" übersetzen kann.

Technisch arbeitet die Methode "Shark" mit einem elektronischen Stift auf kleinen berührungsempfindlichen Bildschirmen. Diese sind heute in PDAs und smarten Handys Stand der Technik. Das Problem, Texte in mobile Geräte einzugeben, ist jedoch schon seit dem Siegeszug dieser smarten Winzlinge bekannt. Dies hat auch dazu geführt, dass in jüngster Zeit immer mehr Geräte wie das Treo Smartphone 650 von Palmone oder der Blackberry vom kanadischen Hersteller RIM mit einer Tastatur ausgerüstet sind. Doch die einzelnen Tasten dieser Geräte sind so winzig, dass man nur mit Mühe Texte eingeben kann. Die Hoffnungen, Texte mittels Spracherkennung oder regulärer Handschrift einzugeben, haben sich bisher noch nicht erfüllt.

Der Chinese Shumin Zhai hat nun vergangene Woche erstmals seine Erfindung im IBM Almaden Research Center, südlich der Silicon Valley Hauptstadt San Jose, einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. In der gegenwärtigen Entwicklungsform demonstrierte Zhai seine Software auf dem relativ großen Bildschirm eines Tablet PCs. Als Betriebssystem haben diese Geräte die Tablet-Variante von Microsoft Windows XP an Bord. Auf den ersten Blick zeigt sich ein bienenwabenartiges Raster mit einer Sammlung von Buchstaben, die eine kleine virtuelle Tastatur mit Buchstaben und Funktionstasten darstellen. Ihre Ordnung scheint zufällig zu sein. "Wir schaffen hiermit quasi eine neue Mensch-Maschine Kodierung", so der IBM-Forscher, "und nutzen dabei geometrische Linienführungen, um Wörter zu repräsentieren".

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Shark-Nutzer schaffen 40 bis 80 Wörter pro Minute

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