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26.11.2008 
Virtualisierung

Neue Technik kappt die Fixkosten

von Hans Schürmann

Der Kostendruck für IT-Unternehmen ist so hoch wie in kaum einer anderen Branche. Besonders die hohen Fixkosten machen die Firmen unflexibel. Mit Outsourcing-Konzepten und Software zur Virtualisierung von Hardwareressourcen können IT-Manager die Auslastung der Rechenkapazität besser anpassen.

Rechenzentren sollen künftig besser genutzt werden. Foto: ReutersLupe

Rechenzentren sollen künftig besser genutzt werden. Foto: Reuters

DÜSSELDORF. Die Krise wird auch an der IT-Industrie nicht spurlos vorübergehen, allerdings sind solche Anbieter gut gerüstet, die in den vergangenen Jahren Techniken entwickelt haben, die ihren Kunden helfen, die Kosten für Informationstechnik zu reduzieren. Dabei handelt es sich vor allem um Software, die hilft, durch sogenannte Virtualisierung vorhandene Hardwareressourcen besser zu nutzen, sowie um Outsourcing-Konzepte, die dazu beitragen laufende Kosten zu reduzieren.

„In der IT-Branche ist der Kostendruck sehr hoch, so dass die Anbieter schon seit langem darauf spezialisiert sind, kostensparende Lösungen zu entwickeln“, sagt Ralph Hintemann, Bereichsleiter IT-Infrastruktur, Endgeräte und Systeme beim Branchenverband Bitkom in Berlin. Die Branche rechnet zwar damit, dass die Kunden größere Investitionen zunächst aufschieben werden. Auch kurzfristig könnten die Firmen allerdings nicht auf IT-Unterstützung verzichten. „Daher werden vor allem Lösungen gefragt sein, die eine flexible Anpassung an die Bedürfnisse ermöglichen“, so Hintemann.

Bis vor kurzem war es üblich, dass sich Kunden so viel Rechnerkapazität anschufen, wie sie diese Spitzenzeiten benötigten. Im Normalbetrieb waren die Rechenzentren dann aber oft nur zu 30 Prozent ausgelastet. Mithilfe von Virtualisierungssoftware ist es nun nicht nur möglich, die vorhandene Ressourcen effektiver auszulasten, sondern gleichzeitig auch Energiekosten zu reduzieren: Ob die Prozessoren eines Servers wenige oder viele Daten verarbeiten, macht für den Stromverbrauch kaum einen Unterschied.

Die Software erzeugt virtuelle Maschinen, die dem Betriebsystem und den verwendeten Programmen vorgaukelt, dass diese auf einem echten Computer laufen. Der Vorteil: Auf einem Server können nun mehrere solcher virtuellen Rechner nebeneinander betrieben werden, ohne dass sich diese gegenseitig stören oder beeinflussen.

Anbieter von solchen Virtualisierungslösungen sind Firmen wie VMware, Hewlett-Packard, Sun, Microsoft, Red Hat und Dell. Berater der Gartner Group gehen davon aus, dass die Virtualisierung so stark vorangetrieben wird, dass sie im Jahr 2010 selbst bei PCs zur Standardausstattung von Neugeräten gehören wird.

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