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31.05.2007 

Apple-Chef Steve Jobs hat beim Treffen mit Bill Gates die Samthandschuhe angezogen. Foto: dpaLupe

Apple-Chef Steve Jobs hat beim Treffen mit Bill Gates die Samthandschuhe angezogen. Foto: dpa

Als Partner begonnen

Gates und Jobs gehörten in den 80er Jahren zu den wichtigsten Pionieren einer völlig neuen Industrie. Die heutigen Rivalen hatten zwar als Partner begonnen, doch bereits früh trennten sich die Wege der beiden. Während der Gründer des weltgrößten Softwarekonzerns die Verbreitung des Personal Computers und seiner Software in jeden Haushalt der Welt zum Ziel hatte, konzentrierte sich Apple-Mitgründer Jobs auf die Entwicklung und Produktion maßgeschneiderter Computer.

An den wirtschaftlichen Erfolg von Microsoft reichte Apple zwar nie auch nur annähernd heran, doch technologisch war die kleine Firma aus Cupertino dem großen Riesen aus Redmond immer wieder einen Schritt voraus. So bekam ein Microsoft-Computer erstmals eine grafische Benutzeroberfläche, einen Desktop-Papierkorb und eine Maus, als das alles längst auf Apples Macintosh-Computern Standard war. Zur Zeit versucht Microsoft mit seinem Zune-Player, es Apple und dessen erfolgreichem iPod gleichzutun. Bei den ersten Vorstellungen des Geräts erntete Microsoft allerdings erst einmal spöttelnde Kommentare über das klobige Design in vielen Medien im Netz. Ein Erfolg bei den Kunden lässt bisher auch aus sich warten.

Einig zeigten sich die Kontrahenten in Carlsbad in Bezug auf ihre Prognosen zur Zukunft von Software. Dass in den kommenden Jahren leistungsfähige Software-Pakete durch neue Internet-Anwendungen überflüssig werden könnte, wie es manche Branchenbeobachter vorhersagen, glaubt keiner von ihnen. Ganz im Gegenteil werde zukünftige Software auch weiter immer leistungsstärker werden und immer besser und bruchloser die verschiedenen Internet-Dienste unterstützen.

Auf die Frage, was die beiden jeweils am anderen schätzen, sagte Microsoft-Gründer Gates, er würde vieles darum geben, einen solchen Geschmack wie Steve Jobs zu haben. Jobs Entscheidungen gründeten auf einem ausgeprägten Sinn für Menschen und Produkte. Jobs lobte dagegen die Wohltätigkeit seines Konkurrenten. „Ich glaube, die Welt ist ein besserer Platz, weil Bill realisiert hat, dass es nicht sein Ziel ist, der reichste Typ auf Erden zu sein“, sagte Jobs. Einen erheblichen Teil seines Vermögens stiftet Gates, der in der „Forbes“-Liste noch immer als reichster Mann der Welt geführt wird, seit Jahren für wohltätige Zwecke.

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