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13.07.2007 

Mit der Idee soll künftig trotzdem kräftig Geld verdient werden. Nach Informationen des Handelsblatts wird ICS am Freitag den Einstieg der Hamburger Venture-Capital-Gesellschaft Neuhaus Partners bekannt geben, die mit einem nicht näher bezifferten „Millionenbetrag“ eine Minderheitsbeteiligung erwirbt. In der Internetbranche ist Neuhaus kein Unbekannter: Der Hamburger Kapitalgeber hatte bereits der Internetapotheke Doc Morris in der Startphase finanziell unter die Arme gegriffen. Der im Jahr 2000 gegründete Arzneimittelhändler ging inzwischen für geschätzte 200 Mill. Euro an den Pharmagroßhändler Celesio.

Auch der Einstieg bei Verwandt.de könnte sich lohnen. „Die Karte soll die Nutzer auf unsere Seite ziehen“, sagt ICS Mitbegründer Sven Schmidt. „Verdienen wollen wir aber mit der Ahnenforschung.“ So können sich Nutzer auf der Website ganze Stammbäume anlegen und Verwandte ermuntern, die Daten zu ergänzen. Für Mehrwertdienste wie den Vierfarb-Ausdruck von Familienbüchern, Fotogalerien oder SMS-Benachrichtigungen werden bei ICS Gebühren fällig. „Zudem suchen wir nach Werbepartnern“, sagt Schmidt.


Quiz  Wissens-Test: Was hinter dem Schlagwort „Web 2.0“ steckt


Das Thema Ahnenforschung hat derzeit im deutschen Internet Hochkonjunktur. Auch Familyone.de und Ancestry.de, ein Ableger der seit 1998 aktiven US-Website Myfamily.com, buhlen hier zu Lande seit einigen Monaten um Hobby-Abstammungsermittler.

„Der Kuriositäteneffekt zieht möglicherweise viele Nutzer auf die Seite“, erwartet Holger Maass, Geschäftsführer der Hamburger Beratungsfirma Fittkau & Maass. Zweifel aber äußert er an der erfolgreichen Akquisition zahlender Kunden. „Anmelden und Bezahlen sind bei solchen nutzergenerierten Diensten eine große Hürde“, sagt er. Selbst bei erfolgreichen Web2.0-Anbietern wie OpenBC/Xing liege der Anteil der zahlenden Kunden nicht über 20 Prozent.

Zudem dürften Dienste wie Verwandt.de oder Ancestry.de für Manager wie Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller zur herben Enttäuschung werden. Einen regionalen Schwerpunkt seines Familiennamens wird er kaum ermitteln können, schließlich gibt es diesen in allen Kreisen – und zwar ausnahmslos mit der höchsten Verbreitungsstufe „rot“.

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