0 Bewertungen
18.04.2008 
Datenstau im Web

Provider setzen auf neue Internetadressen

von Hans Schürmann

Neben dem hohen Verkehrsaufkommen gibt es noch eine weitere Herausforderung, die Internetprovider und Telekomunternehmen im Blick haben müssen: Aufgrund der vielen Geräte die zunehmend mit dem weltweiten Datennetz verbunden werden, könnten die Internetadressen knapp werden.

DÜSSELDORF. „Laut Hochrechnungen werden in etwa zwei Jahren die etwas mehr als vier Milliarden IP-Adressen aus dem derzeitigen Adressraum des ’Internet Protocol Version 4’ allesamt verbraucht sein“, sagt De-Cix-Manager Orlowski im Gespräch mit dem Handelsblatt. Der Internet-Experte appelliert daher an die Netzprovider, rechtzeitig auf das neue, bereits international vereinbarte Adressensystem umzustellen.

Die IP-Adresse ist vergleichbar mit einer Telefonnummer. Jeder Rechner im weltweiten Datennetz bekommt eine solche Nummer zugewiesen. Darüber können Anwender Internetseiten ansteuern oder Informationen an einen bestimmten Computer verschicken.


» Quiz: Testen Sie Ihr IT-Wissen


Die bisherigen sogenannten „IPv4“-Adressen bestehen aus 32 Bit. Mit ihnen lassen sich 2 Hoch 32 verschiedene Nummern bilden – das sind 4294967296 Adressen. Das Internetprotokoll stellt sie in vier Dreierblöcken dar (xyz.xyz.xyz.xyz), wobei die Zahl xyz zwischen 0 und 255 variiert.

Lange Zeit sind die Verantwortlichen für die Vergabe der Internetadressen davon ausgegangen, dass diese Menge noch viele Jahre ausreichen würde. Doch die Lage hat sich verändert: Mittlerweile greifen nicht mehr nur noch Rechner auf das Internet zu, sondern auch immer mehr mobile Geräte. Auch sie bekommen Adressen zugewiesen. Experten befürchten daher, dass die verfügbaren Nummern in wenigen Jahren aufgebraucht sein werden.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Notwendige Erweiterung

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Zuletzt besucht / gesucht

Anzeige

weiterHandelsblatt Quiz

Sport und Spiel: Welchen Weltrekord hält der Ungar Janos Flesch?

Los geht's!Der Rekord war für ihn nicht das Problem, eher die Zeit danach. – Schneller schlau, die tägliche Portion Wissen.