Bereits Mitte der 90er-Jahre hatten Experten mit der Erweiterung des Adressraums begonnen. Bei 128 Bit ist die unvorstellbare Menge von 2 Hoch 128 (340 Sextillionen) Varianten verfügbar, die sich in acht Viererblöcke darstellen lassen. Damit die Internetprovider in wenigen Jahren die neuen sogenannten „IPv6“-Adressen vergeben können, müssen sie zunächst die Technik – sowohl Hard- als auch Software – im Web auf den neuesten Stand bringen.
Das erfordert Zeit und Aufwand. „Je früher damit begonnen wird, um so besser“, sagt Orlowski. Netzbetreiber und Telekomfirmen sollten ältere Technik nur noch durch „IPv6“-kompatible Geräte ersetzen. Technisch sei das kein Problem, denn für eine gewisse Zeitspanne können die Anwender Geräte mit „IPv4“ und „IPv6“ parallel betreiben. „Dafür sorgen Netzwerk-Treiber, die beide Adresstypen unterstützen“, sagt der Experte.
Anders herum ist es schwieriger – denn „ IPv6“ ist nicht abwärts kompatibel. Wenn DSL-Kunden mit neuer „IPv6“-Adresse in einem Internetshop mit alter „IPv4“-Adresse einkaufen wollen, haben sie ein Problem. Bei Privatkunden ist die technische Umstellung bereits in vollem Gange. Windows Vista ist bereits „IPv6“-kompatibel und wenn es soweit ist, kommen viele neuere Router mit einem Software-Update aus.


