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01.02.2007 
Prognose-Programme liegen im Trend

Software macht Kosten transparent

von Lars Reppesgaard

Nicht nur Manager der großen Firmen setzen bei ihren täglichen Entscheidungen auf Prognose-Programme. Auch im Mittelstand werden so genannten Business Intelligence-Systeme vermehrt genutzt, um der täglichen Datenflut Herr zu werden.

HAMBURG. Früher spitzten sie den Bleistift. Heute werfen Manager vor wichtigen Entscheidungen den Rechner an, um den Informationswust zu durchblicken. So genannte Business Intelligence-Systeme liegen im Trend - das sind Programme, die komplexe Firmendaten grafisch übersichtlich aufbereiten. "Man kann ein Unternehmen auch aus dem Bauch heraus steuern, aber mit so einem Analysesystem bekommt man einen sehr feinen Sensor, der einen unterstützt", weiß Anastasios Christodoulou, Chef der IT-Beratung Novum.

Bislang waren es vor allem Banken, Versicherer, Handelshäuser und Telekommunikationsfirmen, die mit BI-Lösungen ihre Datenfluten auswerteten, Nun hat auch das produzierende Gewerbe den Nutzen dieser Systeme entdeckt. So setzen immer mehr Automobilzulieferer auf die Software zur Entscheidungsfindung, sagt Jankov Cavar, Berater bei Pierre Audoin. "Bei CRM-Lösungen, im Vertrieb, im Einkauf und bei der Produktentwicklung - überall findet man inzwischen BI-Komponenten."

Ein Unternehmen, dass voll auf BI als Breitenanwendung setzt, ist der Autospiegelhersteller Schefenacker in Schwaikheim bei Stuttgart. Der Sinn: Je genauer auch die Fachbereichsleiter wissen, wie sich ihre Entscheidungen auf die Marge bestimmter Produkte auswirkt, desto besser. "Je früher ich mich im Entwicklungsprozess befinde, desto mehr beeinflussen meine Entscheidungen die Kosten", erklärt Jörn Trierweiler, Commercial Director M&A bei Schefenacker. "Ich möchte die Fachleute in der Entwicklung, im Qualitäts- oder im Projektmanagement dazu bringen, dass sie gute Kaufleute werden."

Gerade weil die Margen auf dem Zulieferermarkt eng sind, führte das Management 2005 eine BI-Software ein. Inzwischen planen auch leitende Ingenieure mit ihrer Hilfe Entwicklungsprojekte. Zwei bis drei Mausklicks reichen in der Regel aus, um abzuschätzen, welche Folgen es zum Beispiel für die Margen bei der Produktion einer LED-Rückleuchte hat, wenn sich der Preis für einen benötigten Rohstoff wie Aluminium ändert - oder wenn man den Werkstoff durch ein anderes Metall ersetzen würde.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Web-basierte Technologien sollen Daten für große Nutzergruppen aufbereiten.

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