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06.11.2006 
Computer

Spam-Mails nehmen rapide zu

Die Verbreitung unerwünschter E-Mails (Spam) hat nach einem aktuellen Report des Antivirenspezialisten Messagelabs durch neue Schädlinge rapide zugenommen. Im Oktober habe der Anteil von Spam am weltweiten E-Mail-Verkehr aus neuen oder unbekannten Quellen 72,9 Prozent betragen.

Viagra-SpamLupe

E-Mail-Betrug mit der Potenzpille Viagra. Quelle: dpa

dpa MÜNCHEN. Eine von statistisch 1,37 E-Mails sei inzwischen Spam, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Ursache für das derzeitige Spam-Bombardement seien vor allem neue intelligente Schädlinge, hieß es.

Bei einem Anstieg um 8,5 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat habe die Spam-Quote damit seit Januar 2006 (9,2 Prozentpunkte) am stärksten zugelegt. Der Anteil virenverseuchter E-Mails sank dagegen um 0,12 Prozentpunkte auf ein Prozent. Die Quote der so genannten Phishing-Mails ging im Vergleich zum Vormonat um 0,06 Prozentpunkte auf 0,53 Prozent zurück. Im weltweiten Vergleich ist dem Report zufolge Indien am stärksten betroffen: Hier kletterte zum Beispiel die Spam-Quote massiv um 20,5 Prozentpunkte auf 49,3 Prozent, eine von 16 in indischen E-Mails waren Viren verseucht.

Ein großer Teil der aktuell in Umlauf gebrachten Spam-Mails sei das Werk des neuen Trojaners „Spamthru“. Dieser Schädling verbreite sich über heimlich gekaperte Computer und nutze eine Reihe von Taktiken, um seine Erkennung zu verhindern. Der Wurm „Warezov“ sei ebenfalls sehr aggressiv, Messagelabs habe innerhalb von 24 Stunden allein 90 000 Exemplare abgefangen. Da er sich ständig verändert, unterläuft der Schädling viele Antivirenprogramme.

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